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Aus aller Welt

Zwölf Tote bei Schießerei auf US-Militärbasis

Blutbad auf einem der größten Militärstützpunkte der Welt

Zwölf Menschen sind bei einem Schusswechsel auf einem Militärstützpunkt in den USA getötet worden. Das Gelände wurde abgeriegelt.

US-Soldaten beim Training im Fort Hood. Bei einer Schießerei auf dem Gelände der Militäreinrichtungen wurden sieben Menschen getötet.
Foto: AFP

Washington. Mehrere US-Soldaten haben auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas ein Blutbad mit mindestens zwölf Toten angerichtet. Mindestens 31 Menschen wurden nach Angaben der Streitkräfte verletzt, als die Männer an mehreren Orten des Stützpunkts ums sich schossen. Unter den Toten ist auch einer der Todesschützen, wie Generalleutnant Bob Cone auf einer Pressekonferenz mitteilte. Zwei Tatverdächtige seien festgenommen worden.

Die texanische Senatorin Kay Baley Hutchison sagte dem Sender CNN, ihren Informationen zufolge hätten die Täter Militäruniformen getragen. Ob diese tatsächlich Soldaten gewesen seien oder sich nur in Uniform getarnt hätten, sei nicht klar. Die Republikanerin sprach von einer „willkürliche, sinnlosen Gewalttat“. Sie sei „schockiert über diesen Ausbruch von Gewalt, der sieben unserer tapferen Armeeangehörigen das Leben gekostet hat“.

Laut lokalen Medieninformationen begann die Schießerei gegen 13.30 Uhr in einem Zentrum, in dem von Einsätzen heimkehrende oder abreisende Soldaten erfasst werden. Eine zweite Schießerei ereignete sich vor einem Theatergebäude, wo nach Angaben einer Gewährsperson gegen 14.00 Uhr eine Abschlussfeier stattfinden sollte. Die gesamte Basis sei abgeriegelt worden. Mitglieder der Bundespolizei FBI seien auf dem Weg nach Texas.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich in Washington entsetzt über die Bluttat. Er sprach von einem „entsetzlichen Ausbruch der Gewalt" und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei FBI und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen in ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama.

Fort Hood zählt zu den größten Militärbasen der Welt. Die US-Army hat auf dem Stützpunkt im Süden des Bundesstaates Texas rund 45.000 Soldaten stationiert. Die Basis ist Heimat mehrerer Armee-Einheiten, darunter der 1. Kavalleriedivision und der 4. Infanteriedivision. Namensgeber für den Militärstützpunkt ist der frühere Konföderierten-General John B. Hood (1831-1879). Das Camp hatten die Amerikaner im Jahr 1941 eingerichtet und ständig erweitert. Neben Kasernenbauten und Übungsgelände umfasst das Areal unter anderem auch Wohnhäuser für Soldatenfamilien und Zivilpersonen, eine Schule, ein Postamt und Freizeiteinrichtungen. (dpa/abendblatt.de)

 

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