Landgericht
Absichtliche Unfälle – Ehepaar verurteilt
Das Paar hat über Jahre hinweg Autounfälle mit Mietwagen inszeniert und Versicherungen um rund 60.000 Euro betrogen.
Foto: picture-alliance
Berlin. Nach einer Serie von Versicherungsbetrug durch absichtliche Unfälle hat das Berliner Landgericht am Montag einen 39-jährigen Mann zu vier Jahren und elf Monaten Gesamtstrafe verurteilt. Seine Ehefrau erhielt ein Jahr und elf Monate zur Bewährung. Das Paar hatte Versicherungen in den Jahren 1998 bis 2000 um rund 60.000 Euro geprellt. Die Eheleute hatten die Vorwürfe zu Prozessbeginn vorige Woche pauschal gestanden.
Die Staatsanwaltschaft hatte den Schaden ursprünglich auf die Summe von rund 170.000 Euro beziffert. Eine Reihe von Anklagepunkten wurde eingestellt. Es waren zudem gesondert verfolgte Mittäter in die Betrügereien verwickelt. Die Taten wurden von Dezember 1998 bis März 2001 in Berlin, Hamburg und Potsdam begangen.
Für die unter den Beteiligten abgesprochenen Unfälle wurden zum Teil Fahrzeuge angemietet. Anschließend wurden Zusammenstöße mit Sachbeschädigungen durch die Angeklagten und ihre Komplizen inszeniert. Für einen Unfall, bei dem ein Zusammenstoß in der Nähe des Flughafens Berlin-Schönefeld mit einem in Hamburg gemieteten Auto arrangiert wurde, zahlte eine Versicherung beispielsweise 3800 Euro.
Strafmildernd wurde die lange Zeit zwischen Urteil und den begangenen Taten gewertet. Der bisher unbescholtenen Frau wurde zu Gute gehalten, dass sie durch ihren Mann in kriminelle Machenschaften verstrickt worden sei. Die 36-jährige Angeklagte sei auch nicht an allen Betrügereien beteiligt gewesen. In das Urteil gegen den 39-Jährigen wurde eine Vorstrafe einbezogen. (dpa)



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