26.05.13

Naturkatastrophe in den USA

Obama im Tornado-Gebiet: "Ihr seid nicht allein"

Viele Menschen stehen nach dem Tornado in Oklahoma vor dem Nichts, der Wirbelsturm zog eine Spur der Verwüstung durch die Gemeinde Moore. Präsident Obama will die Opfer mit seinem Besuch unterstützen.

Foto: AFP

US-Präsident Barack Obama spendet den Menschen Mitleid
US-Präsident Barack Obama spendet den Menschen Mitleid

Washington. Knapp eine Woche nach dem verheerenden Tornado in Oklahoma hat US-Präsident Barack Obama im Katastrophengebiet weitere Hilfen beim Wiederaufbau zugesagt. "Ich bin nur als Botschafter hier – um Euch wissen zu lassen, dass Ihr nicht allein seid", sagte Obama am Sonntag am Trümmerfeld einer Grundschule in der Kleinstadt Moore, in der mehrere Kinder ihr Leben verloren hatten.

Der Präsident rief zu Spenden auf. "Dies ist eine starke Gemeinde, es gibt keinen Zweifel daran, dass sie sich erholen wird", rief Obama. Aber es werde eine lange Zeit dauern – und es sei nicht allein zu schaffen. "Wir werden jeden Schritt auf diesem Weg an Eurer Seite sein", versprach Obama, der vor seiner Rückkehr nach Washington auch mit Opfer-Familien zusammenkommen wollte.

Bei dem Tornado der höchsten Kategorie waren am vergangenen Montag in Moore, einem Vorort von Oklahoma City, mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen, darunter 10 Kinder. 377 Menschen wurden verletzt, wie Obama bei seinem Besuch bestätigte.

Nach seinen Angaben wurden 1200 Häuser völlig zerstört und weitere 12.000 beschädigt. Der Sachschaden insgesamt liegt dem Präsidenten zufolge zwischen zwei und fünf Milliarden Dollar (1,5 bis 3,9 Milliarden Euro). Bisher seien 3,4 Millionen Dollar Direkthilfe zur Verfügung gestellt worden. "Und mehr wird kommen", versicherte Obama.

Bereits beim Anflug auf die Hauptstadt des US-Staates, Oklahoma City, hatte sich der Präsident einen Eindruck vom Ausmaß der Schäden verschaffen können. Die Präsidentenmaschine Air Force One folgte der Schneise der Verwüstung, die der Tornado durch die Vorstadt Moore gezogen hatte.

"Ich bin stolz auf Euch"

Nach der Ankunft begann Obama – begleitet von Gouverneurin Mary Fallin – eine Autofahrt durch die zerstörte Gemeinde. Viele Straßen waren mit Fahnen geschmückt – die USA begehen an diesem Montag den patriotischen Memorial Day, der im Dienst an die Nation gestorbenen Soldaten gewidmet ist.

Obama bedankte sich bei Fallin und örtlichen Bürgermeistern für die rasche und besonnene Reaktion auf die Katastrophe. Besonders aber würdigte er den Einsatz der Rettungsteams und Lehrer, die zum Teil Schulkinder mit dem eigenen Körper vor herumwirbelnden Trümmerteilen geschützt hatten. "Ich bin stolz auf Euch", sagte Obama.

Gedenkgottesdienst und Benefizkonzert geplant

Für Sonntagabend (Ortszeit) war in einer Kirche in Moore ein Gedenkgottesdienst geplant – nach Obamas Rückkehr nach Washington. Die Gebetsfeier sei für die Öffentlichkeit gedacht, jeder sei eingeladen, sagte Fallin.

Am Mittwoch soll es in Oklahoma City ein Benefizkonzert geben. Gastgeber ist der Countrysänger Blake Shelton, der selbst aus Oklahoma stammt. Angesagt haben sich unter anderem Vince Gill, Reba McEntire und Miranda Lambert.

(dpa)
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