26.05.13

Filmfestivals von Cannes

Goldene Palme für "La vie d'Adèle" aus Frankreich

Der Film ist von von Abdellatif Kechiche. Die Entscheidung gab die Jury am Sonntagabend zum Abschluss der 66. Festspiele in der südfranzösischen Stadt bekannt.

Foto: picture alliance / abaca /pictur

Regisseur Abdellatif Kechiche mit den Hauptdarstellerinnen Lea Seydoux (r.) und Adele Exarchopoulos
Regisseur Abdellatif Kechiche mit den Hauptdarstellerinnen Lea Seydoux (r.) und Adele Exarchopoulos

Cannes. Der intime Film "La vie d'Adèle" über eine lesbische Liebe hat beim Festival von Cannes die Goldene Palme gewonnen. Die Jury unter dem amerikanischen Regisseur Steven Spielberg sprach den Hauptpreis der Festspiele dem französischen Filmemacher Abdellatif Kechiche zu. Erstmals in der Geschichte des Festivals ging die Auszeichnung nicht nur an den Regisseur, sondern auch ausdrücklich an die Hauptdarstellerinnen. Die Schauspielerinnen Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux überzeugen in dem Film nicht zuletzt in expliziten, langen Sexszenen.

Das stark gespielte "La vie d'Adèle" (englischer Titel: "Blue Is The Warmest Colour") erzählt von der jungen Adèle (Exarchopoulos), die mit einer etwas älteren Studentin ihre erste große Liebe erlebt. Das dreistündige Werk begeisterte die Zuschauer in Cannes mit seiner Intensität und Authentizität. 2012 hatte das Drama "Liebe" des Österreichers Michael Haneke die Goldene Palme gewonnen.

Der Hauptpreis im südfranzösischen Cannes an einen Film über Frauenliebe – das lässt sich auch als eine politische Botschaft der Jury interpretieren. Erst am Sonntag protestierten in Paris erneut Zehntausende gegen das eine Woche zuvor in Kraft getretene Gesetz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Sie wollen, dass die Ehe-Öffnung und Gleichbehandlung zurückgenommen wird. Am Mittwoch soll Frankreichs erste echte Homo-Ehe geschlossen werden – in Montpellier wollen zwei Männer heiraten.

Mit dem zweitwichtigsten Preis des Festivals, dem Großen Preis der Jury, zeichneten die Juroren, darunter auch Nicole Kidman und Christoph Waltz, die Brüder Ethan und Joel Coen aus. Die beiden US-Regisseure lassen sich in ihrem melodramatischen "Inside Llewyn Davis" durch die Folkmusik-Szene im New York der 60er Jahre treiben.

Bruce Dern als bester Schauspieler geehrt

Der Mexikaner Amat Escalante gewann für sein im Drogenbandenmilieu spielendes "Heli" den Preis für die beste Regie. Als bester Schauspieler wurde Bruce Dern für seine Leistung in dem Roadmovie "Nebraska" des Oscar-Preisträgers Alexander Payne geehrt. Beste Schauspielerin wurde Bérénice Bejo für ihre Rolle in "The Past" des Iraners Asghar Farhadi. Bejo ist Filmfans aus dem oscargekrönten Stummfilm "The Artist" bekannt.

Die Auszeichnung für das beste Drehbuch ging an Jia Zhangke für "A Touch Of Sin", in dem der Regisseur von verzweifelten Menschen im modernen China erzählt.

Das Internationale Festival von Cannes gilt als das wichtigste Filmfest der Welt. Es fand in diesem Jahr zum 66. Mal statt. Im diesjährigen Wettbewerb hatten 20 Filme um die Preise konkurriert.

(dpa)
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