25.05.13

Bayern

Polizei tötet Serienräuber bei Schießerei - Beamter verletzt

In Oberbayern ist eine Routinekontrolle der Polizei eskaliert: Der kontrollierte Autofahrer schießt auf die Streifenbeamten, die feuern zurück. Der Autofahrer stirbt, ein Polizist wird angeschossen. Später stellt wich heraus: Der Mann wurde seit Jahren gesucht.

Foto: picture alliance / dpa

Blaulicht an einem Polizeiauto (Symbolbild)
Blaulicht an einem Polizeiauto (Symbolbild)

Geltendorf. Bei einer Schießerei zwischen zwei Polizisten und einem gesuchten Serienräuber sind in Oberbayern der 49 Jahre alte Räuber getötet und ein Beamter angeschossen worden. Die zwei Beamten wollten am Sonnabendmittag in Geltendorf das verdächtige Auto des Mannes überprüfen. Bei der Kontrolle hatte der Mann, der neben dem Wagen war, sofort das Feuer auf die Beamten eröffnet. Die Polizisten schossen daraufhin zurück. Später wurde festgestellt, dass der Täter ein ganzes Waffenarsenal dabei hatte.

Nach dem Schusswechsel herrschte in der Ortschaft stundenlang Ausnahmezustand. Das alarmierte Spezialeinsatzkommando der Polizei konnte zunächst nicht zu dem niedergeschossenen 49-Jährigen, da der Mann einen Gegenstand am Körper trug, der für eine mögliche Bombe gehalten wurde. Eine technische Sondereinheit näherte sich schließlich Stunden nach der Schießerei dem Täter, danach konnte der Notarzt aber nur doch den Tod des regungslosen Mannes feststellen.

Am Samstag war zuvor eine Streife zu dem auffälligen Fahrzeug in einem Waldgebiet in der Nähe des Geltendorfer Bahnhofs geschickt worden. Auf dem Auto war ein Blaulicht angebracht, bei den Nummernschildern handelte es sich um Fantasiekennzeichen mit dem Bundeswehr-Buchstaben "Y" am Anfang. Daneben waren zwei Aufkleber mit der Bezeichnung "MP" angebracht – was als Abkürzung für Militärpolizei verwendet wird.

Ein 43 Jahre alter Polizist wurde bei der Schießerei getroffen und per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der Beamte sei nicht schwer verletzt worden, berichtete das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Sonntag in Ingolstadt. Er habe eine Schutzweste getragen, die ihm möglicherweise das Leben rettete. Der zweite Streifenpolizist war ein 19-Jähriger, der zwar durch die Kugeln nicht getroffen wurde, anschließend aber von Psychologen betreut werden musste.

Bei dem Toten wurde ein halbes Dutzend Revolver, weitere Waffen und Munition gefunden. Zunächst stand die Identität des Mannes nicht fest, da die Kripo am Tatort keine Papiere entdeckte. Über die Fahrgestellnummer des Autos kamen die Fahnder auf die Spur des 49-Jährigen aus dem benachbarten Landkreis Fürstenfeldbruck. Der Mann wurde bereits seit Jahren wegen mehrerer Überfälle gesucht. Die Ermittler stellten bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes Gegenstände sicher, die auf den gesuchten Räuber hindeuten.

(dpa)
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