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Amtsgericht Gelsenkirchen

Ehefrau nach Schüssen vor Gericht in U-Haft

Gegen die Frau, die gestern vor dem Amtsgericht Gelsenkirchen auf ihren Ehemann geschossen hatte, wurde Haftbefehl erlassen.

Die neue Freundin des Mannes erlitt einen Schock und musste von einem Notarzt behandelt werden.
Foto: ddp/DDP

Gelsenkirchen. Einen Tag nach dem Schuss auf ihren Ehemann vor dem Amtsgericht Gelsenkirchen wurde die 32 Jahre alte Ehefrau des Opfers in Untersuchungshaft genommen. Ihr wird versuchter Mord zur Last gelegt.

Der Zwischenfall ereignete sich gestern Vormittag kurz vor dem Scheidungstermin des Ehepaars. Unerwartet zückte die Täterin vor dem Gerichtsgebäude eine Pistole und schoss ihrem 29-jährigen Noch-Ehemann in den Rücken. Das Opfer, ein Türke, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Frau flüchtete nach ihrer Tat zu Fuß in die Innenstadt, wurde jedoch später am Nachmittag von SEK-Beamten gefasst. Beim Zeitpunkt der Festnahme hatte die 32-Jährige allerdings keine Waffe mehr bei sich.

Als Motiv wird Eifersucht vermutet, da das Opfer zum Gerichtstermin mit seiner neuen 23 Jahre alten Freundin erschien. Bisher machte die Beschuldigte keine weiteren Angaben zur Tat. Gerichtsdirektor Jost Kausträter betonte noch einmal, dass es sich um ein ganz normales Scheidungsverfahren gehandelt habe und deswegen mit so einem Zwischenfall nicht gerechnet werden konnte. (hpvt/hpel)

 

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