Amtsgericht Gelsenkirchen
Ehefrau nach Schüssen vor Gericht gefasst
In Gelsenkirchen hat eine Frau kurz vor dem Scheidungstermin vor dem Amtsgericht auf ihren Ehemann geschossen und ihn schwer verletzt.
Noch ist unklar, warum es zu der Schießerei vor dem Gericht kam.
Foto: dpa
Gelsenkirchen. Die 32-jährige Frau, die am Mittwoch ihren Ehemann kurz vor dem Scheidungstermin vor dem Gelsenkirchener Amtsgericht angeschossen hat, ist gefasst. Sie wurde am Nachmittag in der Innenstadt festgenommen. Die Pistole habe sie nicht mehr bei sich gehabt, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau hatte am Vormittag vor dem Gericht ihrem Mann in den Rücken geschossen. Der 29-Jährige wurde schwer verletzt.
Die mutmaßliche Täterin konnte zunächst flüchten. Die Polizei fahndete unter Hochdruck nach ihr. Nach Gerichtsangaben war für Mittwoch der Scheidungstermin der beiden Eheleute angesetzt. Es sei ein „ganz normales Scheidungsverfahren“ gewesen, sagte Gerichtsdirektor Jost Kausträter. Es habe keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass es zu solch einem Angriff kommen könnte.
Der Fall erinnert an den Zwischenfall vor dem Dresdner Landgericht. Anfang Juli hatte dort ein Angeklagter während der Gerichtsverhandlung eine 32 jahre alte Zeugin erstochen, konnte aber schließlich überwältigt werden.



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