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Aus aller Welt

Kreditkartenraub in Florida

Größter Datendiebstahl der US-Geschichte

Zwei Russen und ein Amerikaner werden beschuldigt, die Daten von 130 Millionen Kreditkarten ausgespäht zu haben. Nun drohen ihnen 25 Jahre Haft.

Ein 28 Jahre alter Mann aus Florida spionierte mit Hilfe von zwei Komplizen 130 Millionen Kreditkarten aus.
Foto: dpa/DPA

Washington. In den USA wurde ein 28 Jahre alter Mann aus Florida wegen Datendiebstahls angeklagt. Dieser wird verdächtigt, 130 Millionen Kreditkarten ausgespäht zu haben. Bei der großen Informationsmenge handelt es sich um den bislang schwersten Fall von Datendiebstahl in der Geschichte des Landes. Laut Justizministerium habe der Mann seit 2006 mit der Hilfe von zwei russischen Komplizen vor allem die Einzelhandelskette 7-Eleven und den Kreditkartendienstleister Heartland Payment Systems ausspioniert. Aber auch andere Einzelhändler aus dem gesamten Raum der Vereinigten Staaten seien betroffen.

Der Clou sei den Angeklagten durch umfangreiches Fachwissen und ausgefeilte Techniken gelungen. Sie hätten sich durch Sicherheitslücken in die SQL-Datenbanken der Abrechnungssysteme eingehackt und ihren Zugriff geschickt vor Entdeckungen durch Antiviren-Software getarnt. Die gestohlenen Daten hätten anschließend teuer weiterverkauft werden sollen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Gruppe ist der Justiz bereits bekannt. Einer der beiden Komplizen sitzt wegen anderer Delikte im Gefängnis. Gegen den 28-Jährigen laufen zwei weitere Verfahren aus ähnlichen Verbrechen in New York und Massachusetts. Ab September muss er sich zudem wegen Datendiebstahl bei einer Restaurantkette vor Gericht verantworten.

Insgesamt könnten den mutmaßlichen Dieb seine Taten teuer zu stehen kommen. Wird er der Anklage auf Verschwörung und Verschwörung zum Datenbetrug schuldig gesprochen, drohen ihm allein in dem neuen Fall bis zu 25 Jahre Haft. (hptn)

 

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