08.02.13

Pforzheim Haftstrafen für Rocker im Hells-Angels-Prozess

Pforzheimer Hells Angels vor Gericht

Foto: dpa

Pforzheimer Hells Angels vor Gericht Foto: dpa

Sieben der zehn Angeklagten sind im Pforzheimer Rocker-Prozess zu Bewährungsstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.

Pforzheim. Im Pforzheimer Hells-Angels-Prozess sind sieben der zehn Angeklagten zu Bewährungsstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Einen Mann verurteilte das Gericht am Freitag zu zwei Jahren und vier Monaten Haft, ein weiterer muss einen Monat weniger ins Gefängnis. Ein Beschuldigter wurde freigesprochen. "Die Auseinandersetzung war von beiden Seiten gewollt", sagte der Vorsitzende Richter.

Die Mitglieder und Sympathisanten der inzwischen verbotenen Rockergruppe hatten vor zwei Jahren die Konkurrenten der Türstehervereinigung United Tribuns angegriffen. Dabei hatten sie auf einem Parkplatz eines Pforzheimer Einkaufszentrums den Tribuns aufgelauert und die Autos der Türsteher demoliert. Danach kam es zu einer Schlägerei mit drei Schwerverletzten und mehreren Leichtverletzten.

Die Verteidiger hatten mehrheitlich Freisprüche für die Rocker gefordert. Die Staatsanwaltschaft hatte in sieben Fällen auf Haftstrafen, in drei Fällen auf Bewährung plädiert.

Vom rechtskräftigen Ausgang des Verfahrens sowie einer weiteren Verhandlung gegen zwei "Borderland"-Rocker wegen versuchter Erpressung im bayerischen Traunstein macht der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) seine Entscheidung über das im Juni 2011 ausgesprochene Verbot der Gruppe abhängig. Den Sofortvollzug des Verbots hatte der VGH bereits bestätigt, die Hauptverhandlung wurde mit Blick auf die anstehenden Verfahren aber im August vergangenen Jahres ausgesetzt.

((dpa))