05.02.13

Kronberg

Neue Elefantenanlage soll mehr Besucher in Opel-Zoo locken

In Kronberg wird bald ein junger Elefantenbulle aus dem Tierpark in Wuppertal für Freude sorgen. Neue Elefantenanlage teurer als geplant.

Foto: dpa
Elefant im Opel-Zoo
Die neue Elefanten-Anlage soll im Frühling 2013 fertig sein, dann soll auch ein junger Elefantenbulle aus dem Zoo in Wuppertal nach Kronberg ziehen

Kronberg. Der Kronberger Opel-Zoo verliert an Attraktivität. Im vergangenen Jahr seien über 100.000 Besucher weniger in den Tierpark gekommen, sagte Zoodirektor Thomas Kauffels am Dienstag. Das sei ein Rückgang um 15 Prozent auf knapp 580.000 Besucher. Hauptgrund für den Rückgang sei das Wetter gewesen. Wären so viele Menschen gekommen wie in 2011 – dem Rekordjahr in Sachen Besucherzahlen -, hätte der Zoo etwa 500.000 Euro mehr eingenommen.

Im laufenden Jahr will der Opel-Zoo wieder mit neuen Attraktionen Tierliebhaber anlocken. Höhepunkt des Jahres 2013 werde die Eröffnung der neuen Elefantenanlage im Spätsommer, kündigte Kauffels an. Das Haus wird im Frühling fertig werden, dann soll der fünfjährige Elefantenbulle Tamo aus dem Zoo in Wuppertal nach Kronberg ziehen. Anschließend wird die Außenanlage für die Dickhäuter fertiggestellt.

Der Zoo möchte auch gerne Nachwuchs bei seinen afrikanischen Elefanten haben. Die Suche nach einer jüngeren Kuh sei bislang allerdings erfolglos gewesen, erklärte der Direktor. Die drei Kronberger Elefantenkühe namens Aruba, Wankie und Zimba sind zu alt, um Nachwuchs zu bekommen.

Für den Bau sind Kosten von 10,4 Millionen Euro eingeplant. Es ist laut Kauffels aber abzusehen, dass das Budget voraussichtlich nicht reichen wird. Grund hierfür seien die gestiegenen Preise. Wie hoch die zusätzlichen Kosten seien, könne er noch nicht sagen. Beim Bau selbst bleibe alles im Zeitplan. Etwa ein Drittel der Baukosten hat der Zoo angespart, ein weiteres Drittel wurde gespendet. Der Rest wird über einen Kredit finanziert.

Das neue Elefantenhaus hat eine Lauffläche von über 800 Quadratmetern, hinzu kommen Boxen. Draußen können sich die Elefanten auf einer Fläche von 5500 Quadratmetern bewegen. Derzeit verbringen die Dickhäuter jeden Tag 16 Stunden in dem über 50 Jahre alten Elefantenhaus. Aus Sicherheitsgründen sind sie dort angekettet.

Wie die Tiere auf ihr neues Zuhause reagieren werden, ist nach Worten von Kauffels schwer einzuschätzen. Elefanten gelten zwar als neugierig, aber auch als skeptisch gegenüber Neuem. Sie sollen mit Futter in ihr neues Haus gelockt werden. "Das kann einen Tag lang dauern, auch sechs Wochen", erklärte der Direktor.

Der Opel-Zoo wird nach eigenen Angaben nicht subventioniert. Auf der 27 Hektar großen Anlage leben fast 1500 Tiere – vom Affen über den Löffelhund bis hin zum Pandabär.

(dpa)
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