04.02.13

Raumfahrt

Ahmadinedschad will ins All - McCain mit fragwürdigem Spott

Der iranische Präsident sei bereit, für den Fortschritt seines Landes sein "Leben zu opfern". Bemannte Missionen binnen fünf Jahren.

Foto: dpa
Mahmud Ahmadinedschad
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad

Teheran/Washington. Kürzlich hat der Iran nach eigenen Angaben einen Affen erfolgreich ins All geschickt – nun erklärte sich Präsident Mahmud Ahmadinedschad bereit, der erste Iraner im Weltall zu werden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag. "Ich bin bereit, für den wissenschaftlichen Fortschritt des Landes sogar mein Leben zu opfern und der erste iranische Astronaut im All zu werden", zitierte Irna den Präsidenten.

Der US-Senator John McCain reagierte daraufhin mit fragwürdigem Spott: "Ahmadinedschad will also der erste Iraner im All sein – war er da nicht gerade letzte Woche?", schrieb der Präsidentschaftskandidat von 2008 im Kurznachrichtendienst Twitter mit Verweis auf den Affen.

Politische Gegner und auch republikanische Parteifreunde warfen McCain daraufhin Rassismus vor und bewegten ihn zu einer Reaktion: "Entspannt Euch, Leute, versteht denn niemand mehr einen Witz?", twitterte er.

Nach Aussage von Ahmadinedschad will der Iran innerhalb von vier oder fünf Jahren mit bemannten Weltraummissionen starten. Anfang vergangener Woche hatte Teheran gemeldet, einen Affen in die Erdumlaufbahn geschossen und später sicher heimgebracht zu haben.

Der Iran will der erste islamische Staat werden, der einen Astronauten ins All schickt. Ahmadinedschad wies die Vermutung zurück, dass sein Land die Raumfahrttechnik für militärische Zwecke nutzen wolle.

(dpa)
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