"Stargate"-Unfall auf Berliner Volksfest
45 Minuten kopfüber im Karussel gefangen
Nach dem Unfall bei einem Volksfest in Berlin, bei dem 14 Menschen 45 Minuten kopfüber in 15 Metern Höhe festhingen, wird gegen den Betreiber des Fahrgerätes „Stargate" ermittelt.
Ein Techniker hält Teile des "Stargate"-Bremssystems, die nun in einer Werkstatt untersucht werden sollen.
Foto: dpa/DPA
Berlin. Die Behörden gehen dem Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung nach, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Riesenrad-ähnliche Gerät war am Samstag bei voller Fahrt plötzlich gestoppt. Möglicherweise war eine Bremse heiß gelaufen und blockiert. 14 Menschen hingen eine Dreiviertelstunde lang kopfüber in 15 Metern Höhe und konnten erst nach langem Zittern gerettet werden.
Fachleute des TÜV nahmen am Montag das Gerät unter die Lupe. Ein Sprecher des Festveranstalters sagte, der TÜV habe die Bremse ausgebaut und zur Untersuchung in eine Werkstatt gebracht. Schon in der vergangenen Woche hatte es einen technischen Defekt bei dem äußerlich einem Riesenrad ähnelnden Fahrgerät gegeben. Es wurde aber rechtzeitig abgeschaltet.
Bei dem Notfall am Sonnabend wurde kein Fahrgast verletzt, mehrere klagten jedoch über heftige Übelkeit und Schwindelgefühle. Zwei Menschen wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Das Stargate bleibt nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Einbußen für die übrigen Schausteller befürchten die Veranstalter nach dem Zwischenfall nicht. Am Sonntag seien die Fahrgeschäfte ähnlich gut besucht gewesen wie in den Vorjahren. Erst Anfang August war ein elf Jahre alter Junge auf dem deutsch-amerikanischen Volksfest während der Achterbahnfahrt in der "Wilden Maus" ums Leben gekommen. Der Schüler erlag einem Schwächeanfall.



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