31.01.13

US-Bundesstaat Alabama Geiselnehmer hält kleinen Jungen weiter in seiner Gewalt

Im US-Bundesstaat Alabama hält ein 65-jähriger Militärveteran weiterhin einen kleinen Jungen in einem unterirdischen Bunker gefangen.

Washington. Die Geiselnahme eines kleinen Jungen im US-Bundesstaat Alabama ist auch am Donnerstagmorgen (Ortszeit) noch nicht beendet worden. Damit hält der mutmaßliche Täter den Schüler bereits den dritten Tag in einem selbst gebauten unterirdischen Bunker in Midland City im US-Bundesstaat Alabama gefangen. "Wir haben keine Gründe zu glauben, dass das Kind verletzt wurde", sagte der Sheriff des Bezirks Dale County, Wally Olson dem TV-Sender NBC. US-Medien korrigierten das Alter des Kindes von sechs auf fünf Jahre.

Laut Medienberichten handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter, um einen 65-jährigen Vietnamveteranen. Dem Fernsehsender CNN zufolge sollte er am Mittwoch wegen einer Streiterei über den Feldweg vor seinem Haus vor Gericht erscheinen. Am Tag zuvor habe er den Schulbus gestürmt, den 66 Jahre alten Fahrer erschossen und sich den Jungen gegriffen.

Einige Nachbarn bezeichneten den Mann als "gewalttätig" und beschrieben ihn als Einzelgänger, der sich mit seinem Bunker vor einer Katastrophe schützen wolle. Zudem habe er mit radikalen Parolen gegen die Regierung auf sich aufmerksam gemacht. Nach Angaben der Lokalzeitung "Dothan Eagle" sei er bereits zweifach wegen Waffen-Vergehen festgenommen worden.

Der Junge soll den Mann zuvor nicht gekannt haben und nicht mit ihm in Verbindung stehen, hieß es weiter. Er braucht täglich Medikamente. Bei dem Kind sei das Asperger-Syndrom und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität diagnostiziert worden. Der Geiselnehmer hat erlaubt, dass die Medizin und auch ein Malbuch zu dem Jungen heruntergelassen werden.