18.01.13

Berlin-Steglitz

Nach Tunnel-Raub auf Bank: Polizei findet Teile des Bohrers

Nach 130 Hinweisen aus der Bevölkerung hat die Polizei erste Spuren auf die Berliner Tunnelgangster. Die Bank räumt derweil auf.

Foto: dpa

Mit diesem Foto einer Überwachungskamera der Berliner Volksbank-Filiale vom Mariendorfer Damm fahndet das LKA Berlin nach einem Mann, der Geld von einem Konto der Bank abhebt, das mit gefälschten Papieren eröffnet wurde

16 Bilder

Berlin. Nach dem spektakulären Tunnel-Einbruch in eine Berliner Bankfiliale hat die Polizei Spuren aus dem unterirdischen Gang sichergestellt. Die Sonderkommission entdeckte Teile eines Bohrers, wie eine Sprecherin der Polizei am Freitagabend berichtete. Zudem gehen die Ermittler inzwischen Hinweisen aus der Bevölkerung nach; rund 130 Tipps gingen mittlerweile ein. Zuvor hatte die Polizei ein Phantombild veröffentlicht, um der Bande auf die Spur zu kommen.

Die Sonderkommission setzte am Freitag außerdem eine Drohne ein, um den Tatort von oben zu vermessen. Das ferngesteuerte Spezialgerät ist mit einer Kamera ausgerüstet.

Die Gangster hatten einen rund 45 Meter langen Tunnel gebaut und waren so in einen Raum mit Schließfächern gelangt. 300 davon hatten die Diebe aufgebrochen. Die Polizei vermutet, dass die Gangster bereits im Februar vergangenen Jahres mit dem Bau des komplex konstruierten Tunnels begonnen hatten.

Noch werde nur in Deutschland nach den Tätern gefahndet, aber weitergehende Ermittlungen im Ausland seien nicht ausgeschlossen, sagte ein Sprecher der Polizei weiter. Die Volksbank eröffnet am kommenden Montag in der Filiale eine Anlaufstelle, um den betroffenen Schließfachbesitzern bei Versicherungsfragen und Schadensmeldungen zu helfen.

In dem Tresorraum der Filiale befinden sich insgesamt 1600 Schließfächer, von denen 900 vermietet sind, wie eine Sprecherin am Freitag sagte. Aufgebrochene Schließfächer seien bereits gesichtet und liegen gebliebenen Wertgegenstände sichergestellt worden. Die Bank habe zudem mit der Reinigung und einer Bestandsaufnahme begonnen. "Wir gehen davon aus, dass es mehrere Monate dauern wird, bis wir jeden Gegenstand einzeln aufgenommen und zugeordnet haben", sagte die Sprecherin.

Bis zur Wiedereröffnung am Montag steht vor der Bank ein "Zasterlaster", ein mobiler Bankautomat. Der Schließfachraum bleibt vorerst geschlossen. Vom 28. Januar an sollen Kunden, die von dem Überfall nicht betroffen sind, wieder Zugang zu ihren Fächern bekommen.

(dpa)
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