16.01.13

Kentucky und Missouri Erneut Tote und Verletzte bei Schießereien an US-Colleges

Business School Shooting

Foto: dapd

Business School Shooting Foto: dapd

Bei Schießereien an US-Colleges in Kentucky und Missouri sterben zwei Menschen, ein Teenager wird schwer verletzt. Trauriger Tag in den USA.

Washington. Bei erneuten Schießereien an zwei Colleges in den USA sind laut Medienberichten zwei Menschen getötet und insgesamt drei Menschen schwer verletzt worden. Eine Bluttat ereignete sich am Dienstagabend (Ortszeit) auf dem Parkplatz vor dem Zentralgebäude des Colleges in Hazard (US-Bundesstaat Kentucky), berichtete die Zeitung "Lexington Herald Leader". Beim Fernsehsender WKYT hieß es aber, dass die Schießerei nicht im Zusammenhang mit der Schule stehe. Vielmehr sei ein privater Streit auf dem College-Gelände ausgetragen worden.

Die Toten waren 20 und 53 Jahre alt. Ein schwer verletztes 17-jähriges Mädchen sei weiter in kritischem Zustand. Der 21 Jahre alte mutmaßliche Schütze habe sich kurz nach der Tat der Polizei gestellt. Ein weiterer Zeuge sei zwar in Gewahrsam genommen worden, er soll aber nicht geschossen haben.

Nach einer weiteren Schießerei am Dienstagabend an einem College in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri wurden zwei Menschen verletzt ins Krankenhaus gebracht. Sie sind aber laut Medienberichten außer Lebensgefahr. Ein ehemaliger Student soll mit einer Pistole auf einen Mitarbeiter der Schule geschossen und die Waffe dann gegen sich selbst gerichtet haben, berichtete die Zeitung "Saint Louis Post-Dispatch". Der mutmaßliche Schütze war ein Student des Stevens Institute of Business and Arts. Er war vorbestraft und bereits wegen psychischer Krankheiten bekannt. Ihm war kurz zuvor die finanzielle Unterstützung für seine Studiengebühren gestrichen worden.

Beide Schießereien passierten kurz vor einem der wichtigsten Termine in der US-Waffendebatte in jüngster Zeit: Einen Monat nach dem Schulmassaker von Newtown mit 20 toten Kindern will Präsident Barack Obama am Mittwoch einen Katalog mit Maßnahmen vorstellen, die die Waffengewalt eindämmen sollen. Fernsehsender und Zeitungen berichteten im Vorfeld übereinstimmend, dass Obama unter anderem eine schärfere Überprüfung des persönlichen Hintergrunds von Waffenkäufern durchsetzen möchte. Auch ein Verkaufsverbot für Sturmgewehre stehe auf der Liste des Präsidenten. Allerdings wird mit erheblichem Widerstand im Kongress gerechnet.

((dpa))