09.01.13

New York

Dutzende Verletzte bei Unglück mit Pendlerfähre

Mindestens 74 Menschen sind in New York bei einem Fährunglück verletzt worden - zum Teil schwer. Das Boot krachte gegen die Anlegestelle.

Foto: dapd
Boat Accident NYC
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg an der Unfallstelle

New York. Bei dem New Yorker Fährunglück sind nach jüngsten Angaben 74 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen seien schwer, zwei lebensgefährlich verletzt. An Bord der Fähre aus New Jersey, die am Mittwochmorgen in Manhattan einen Anleger gerammt hatte, waren 300 Menschen, zumeist Berufspendler.

Ein Vertreter der Verkehrssicherheitsbehörde NTSB sagte, dass sofort mit der Untersuchung des Unfalls begonnen worden sei. So sei der Kapitän auf Alkohol und Rauschgift untersucht worden. "Das ist aber ein Standardprozedere bei allen Unfällen dieser Art. Die Ergebnisse sind noch nicht bekannt."

Die Besatzung und einige der Passagiere sollen von Donnerstag an befragt werden. Die Beweisaufnahme werde fünf bis sieben Tage dauern, dann beginne die Auswertung, hieß es

Rettungssanitäter holten Verletzte mit Tragen aus der Fähre heraus. Bei dem Aufprall seien viele Menschen von ihren Sitzen geflogen, sagte der Chef der Fährlinie SeaStreak, James Barker, dem TV-Sender NBC. Menschen, die bereits anstanden um auszusteigen, seien gegen Wände geschleudert worden. Es habe sich wie ein Autounfall angefühlt, sagte ein Passagier dem TV-Sender ABC. "Niemand wusste, was los war." Die Menschen seien hysterisch gewesen und hätten geschrien, sagte eine Frau. "Wir sind aufeinander gefallen. Ich bin in alle anderen hineingeflogen." Die Fähre sei schon ein wenig wackelig an den Kai herangefahren, sagte eine weitere Zeugin. "Dann hat das Dock die rechte Seite des Bootes hart getroffen, wie eine Bombe."

Tausende Menschen benutzen jeden Tag die Fähren, die Manhattan beispielsweise mit den Vierteln Staten Island, Brooklyn oder Queens sowie mit dem Bundesstaat New Jersey verbinden. Pendler fahren mit den Booten zur Arbeit, Touristen genießen die Aussicht auf die Skyline von Manhattan.

Immer wieder kommt es im Hafen von New York, wo sich der Atlantik, der East- und der Hudson River treffen, aber auch zu Fährunglücken. So prallte 2003 eine Staten Island-Fähre mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Anlege-Kai. Elf Menschen starben, dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Bei einem ähnlichen Unglück im Mai 2010 wurden ebenfalls dutzende Passagiere verletzt.

(dpa)
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