06.01.13

Flugzeugabsturz?

Mode-Unternehmer Missoni in Karibik verschollen

Modehaus-Chef Vittorio Missoni war in der Karibik mit drei weiteren Italienern auf dem Flug nach Venezuela. Das Flugzeug ist verschollen.

Foto: dpa
Italian fashion designer Vittorio Missoni is missing after a plan
Vittorio Missoni (Foto), Sohn des Modehaus-Gründers Ottavio Missoni, ist auf einem Flug nach Caracas verschollen

Caracas/Rom. Auf einem Flug in der Karibik ist ein Flugzeug mit dem italienischen Mode-Unternehmer Vittorio Missoni an Bord verschollen. Die Behörden vermuten, dass die Maschine ins Meer gestürzt ist und von der Strömung abgetrieben wurde. Das berichtete die Zeitung "El Tiempo" am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe. Die zweimotorige BN 2 Islander mit sechs Insassen, unter ihnen Missoni (58), seine Frau und zwei weitere italienische Touristen, war am Freitag von dem Archipel Los Roques nach Caracas gestartet. Zehn Seemeilen südlich der Inseln brach der Funkverkehr ab.

Wegen rauer See gestaltete sich die Suche nach den Vermissten am Sonntag schwierig, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Quellen aus dem Lagezentrum am Flughafen von Caracas meldete. Rund 80 Einsatzkräfte suchten demnach nach den Vermissten. Am Flughafen von Caracas wartete auch die Ehefrau des Co-Piloten der verschollenen Maschine auf ein Lebenszeichen der Vermissten: "Es ist nervenaufreibend, keine Neuigkeiten zu haben", sagte sie laut Ansa.

Nach einem Flugzeugunglück vor fünf Jahren auf derselben Flugstrecke blieben 13 der 14 Insassen bis heute verschollen. Nur die Leiche des Kopiloten konnte im Wasser geborgen werden. Damals befanden sich auch acht italienische Touristen an Bord, wie die Zeitung "El Universal" am Sonntag berichtete.

Der älteste Sohn des Modehaus-Gründers Ottavio Missoni (91) hatte Weihnachten und Neujahr auf Los Roques mit seiner Frau und vier weiteren italienischen Freunden verbracht. Dort hatten sie ein Fischerboot gemietet, berichtete die Zeitung "El Nacional". Eines der befreundeten Paare sei am Freitag auf den Inseln geblieben, während die anderen vier das Flugzeug nahmen, um von Caracas aus nach Europa zurückzufliegen.

Die Inseln Los Roques sind ein beliebtes Touristenziel in der venezolanischen Karibik, mit einem der größten Marine-Naturparks Südamerikas.

(dpa)
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