02.01.13

Vergewaltigte Inderin

Mutmaßlichen Vergewaltigern in Indien droht der Galgen

Die vergewaltigte und gefolterte Inderin kämpfte erfolglos um ihr Leben. Wegen Mordes droht nun ihren mutmaßlichen Peinigern der Galgen.

Foto: dapd
India Protest
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Neu Delhi. Fünf Tage nach dem Tod des indischen Vergewaltigungsopfers soll an diesem Donnerstag in Neu Delhi Anklage wegen Mordes gegen fünf der sechs Beschuldigten erhoben werden. Bei dem sechsten Tatverdächtigen liefen noch medizinische Tests, ob er minderjährig sei, sagte ein Polizeisprecher. Erst danach werde sich herausstellen, ob auch bei ihm Erwachsenenstrafrecht angewandt werden könne. Den volljährigen Beschuldigten droht die Todesstrafe. Ein neues Schnellgericht soll den Fall entscheiden.

Das 23-jährige Opfer war am 16. Dezember von mehreren Männern in einem Bus in Neu Delhi vergewaltigt, mit einer Eisenstange misshandelt und nackt aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen worden. Am Sonnabend war die junge Frau nach mehreren Notoperationen in einem Spezialkrankenhaus in Singapur an ihren Verletzungen gestorben. Ein Freund von ihr wurde ebenfalls misshandelt und überlebte verletzt. Alle Beschuldigten waren innerhalb weniger Tage festgenommen worden.

Die Nachrichtenagentur IANS berichtete am Mittwoch über neue Einzelheiten der Tat. Demnach sollen die Beschuldigten noch versucht haben, die Opfer zu überfahren, nachdem sie sie aus dem Bus geworfen hatten.

Der Fall hat landesweit Trauer, Entsetzen und Wut ausgelöst. In der indischen Hauptstadt Neu Delhi demonstrierten wie in den 15 Tagen zuvor auch am Mittwoch wieder zahlreiche Menschen. An einem Protestmarsch in der Hauptstadt nahmen nach Angaben von Beobachtern mehrere Tausend Menschen teil.

Die Polizei hatte nach dem Tod der Frau mitgeteilt, sie strebe die schwerst mögliche Strafe für die Täter an. In besonders schweren Mordfällen kann in Indien die Todesstrafe verhängt und auch vollstreckt werden. Zuletzt war im vergangenen November der letzte überlebende Attentäter der Terrorserie von Mumbai Ende 2008 gehängt worden. Es war die erste Hinrichtung seit 2004.

(dpa)
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