24.12.12

Eisiger Winter Frost in Russland: Grundschüler dürfen zu Hause bleiben

A woman walks with a dog on the embankment of a river in Moscow

Foto: REUTERS

A woman walks with a dog on the embankment of a river in Moscow Foto: REUTERS

Weiterhin klirrende Kälte in vielen Regionen Russlands. Rund um Moskau fallen die Temperaturen auf den tiefsten Stand seit Winterbeginn.

Moskau. Mit klirrendem Frost von bis zu minus 32 Grad hat die Region um die russische Hauptstadt Moskau die bislang kälteste Nacht des Winters erlebt. Besonders eisig war es im Dorf Tscherusti im Osten des Moskauer Gebiets, wie die Agentur Itar-Tass am Montag meldete. Auch am größten Flughafen der Metropole, Domodedowo, war es mit minus 30 Grad eisig. Eltern durften selbst entscheiden, ob sie ihre kleinen Kinder in die Grundschule schicken wollten. Die Schulen hätten geöffnet, Fehlzeiten würden aber nicht als Schwänzen gewertet, teilte die Schulbehörde mit.

Im Osten des Riesenreichs war es noch deutlich kälter. Das Zivilschutzministerium schickte ein Flugzeug mit 60 Öfen in die südsibirische Teilrepublik Tuwa. In der Region an der Grenze zur Mongolei fiel bei tagelangen Frösten von mehr als minus 40 Grad zum wiederholten Male ein Heizkraftwerk aus. Im Dorf Chowu-Aksy waren daraufhin mehr als 1000 Menschen ohne Strom. Etwa 300 Einwohner kamen in Notquartieren unter. In der Region gilt weiter der Notstand.

Der harte Frost hat nach offiziellen Angaben bislang landesweit 88 Menschen getötet. Allein am Sonntag erfroren sieben Menschen, darunter ein Kind. Mehr als 1200 Kälteopfer wurden mit Erfrierungen in Kliniken behandelt. Experten gehen aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Vor allem für Obdachlose stehen kaum warme Orte mit heißer Verpflegung oder Notquartiere bereit.

((dpa))