Ein elf Jahre alter Junge ist während der Fahrt in einer Kinderachterbahn auf dem deutsch-amerikanischen Volksfest ums Leben gekommen.

Die "Wilde Maus" ist für Kinder ab sechs Jahren zugelassen.
Foto: ddp/DDP
Berlin. Tragischer Zwischenfall in Berlin-Zehlendorf: Ein elf Jahre alter Junge hat am Sonnabendnachmittag während der Achterbahnfahrt in der "Wilden Maus" auf dem deutsch-amerikanischen Volksfest einen Schwächeanfall erlitten und ist gestorben. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei saß der Junge zusammen mit seiner zehn Jahre alten Schwester im Waggon, als er plötzlich ohnmächtig wurde.
Seine Schwester hatte erst am Ende der Achterbahnfahrt beim Aussteigen
bemerkt, dass ihr Bruder leblos in dem Sicherheitsbügel hing. Der Betreiber
des Fahrgeschäfts alarmierte sofort die Feuerwehr. Ein Notarzt versuchte
vergeblich, den Jungen, wiederzubeleben. Es werde untersucht, ob das Unglück
auf einen Unfall zurückzuführen sei. Es sei auch noch nicht geklärt, ob der
Junge Alkohol getrunken habe.
Die "Wilde Maus" ist eine Achterbahn, die sich weniger durch ihre
Loopings als durch ihre rasante Fahrt um die Kurven auszeichnet. Die Waggons
zischen in etwa 50 Metern Höhe durch einen Parcours von Schienen. Dabei
fahren die Achterbahnwaggons jeweils so schnell um die Ecken der Strecke,
dass die Mitfahrer für einen kurzen Moment das Gefühl haben, die würden
gleich abstürzen.
Offenbar waren die beiden Geschwister in
Begleitung von Verwandten. Näheres konnte die Polizei noch nicht mitteilen.
Unbekannt ist auch, ob die beiden Kinder aus Berlin stammen. Die
Todesursache soll nun eine Obduktion klären, hieß es.
Das 49. deutsch-amerikanische Volksfest wird auf der Truman Plaza im Berliner
Stadtteil Dahlem veranstaltet, wo im Kalten Krieg viele US-Soldaten
stationiert waren. Nach Veranstalterangaben sind dort derzeit mehr als 100
Schausteller-Geschäfte.















