06.12.12

Wintereinbruch Heftiger Schneefall sorgt für Behinderungen und Unfälle

Schnee im Nordwesten

Foto: dpa

Schnee im Nordwesten

In der Nacht zum Nikolaus haben Schnee und Glätte für Unfälle gesorgt. Autofahrer kämpften mit Schneeverwehungen und geringen Sichtweiten.

Magdeburg/Leipzig. Schnee und Sturm haben am Donnerstag auf den Straßen Sachsen-Anhalts für Behinderungen und Unfälle gesorgt. Es krachte im ganzen Land, doch blieb es zumeist bei Blechschäden, wie ein Sprecher des Lagedienstes im Innenministerium in Magdeburg mitteilte. Auf der A14 zwischen Calbe und Staßfurt hatte sich ein Lastwagen quergestellt, der Verkehr musste über den Seitenstreifen gelenkt werden. Auch auf der A9 gab es mehrere Unfälle. Im Laufe des Tages ließen Schneefall und Sturm nach. "Der Spuk ist vorbei, jetzt kommt ruhiges Winterwetter", sagte der Meteorologe Florian Engelmann von Deutschen Wetterdienst in Leipzig.

Im Norden des Landes, so in der Altmark, in Magdeburg, in der Börde, im Salzlandkreis und im Kreis Jerichower Land, wurden bis zum Nachmittag 146 Unfälle gemeldet, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Nord in Magdeburg mitteilte. Allein in der Landeshauptstadt krachte es 38 Mal. Die Polizei im Altmarkkreis Salzwedel registrierte zehn Unfälle, die sich wegen Schnee- und Eisglätte vor allem in den Morgenstunden ereigneten. Fahrzeuge kamen ins Rutschen und blieben im Straßengraben liegen, wie das Polizeirevier in Salzwedel mitteilte.

Im Harz hatten die Autofahrer am Morgen mit Schneeverwehungen und geringen Sichtweiten zu kämpfen. Sie betrugen teilweise nur zehn Meter, berichtete ein Sprecher der Polizei in Halberstadt. Registriert wurden im Harz 22 Unfälle, die sich ebenfalls hauptsächlich in den Morgenstunden ereigneten. Auf dem mit 1141 Meter hohen Brocken sei die Schneedecke auf 36 Zentimeter angewachsen, sagte Engelmann. Ski und Rodel sei im Harz ab einer Höhe von 400 Metern möglich.

Wann das Spuren der Loipen beginnt, wird in Kürze entschieden, teilte der Nationalpark Harz mit. Alle Skiläufer und Wanderer sollten unbedingt auf den gekennzeichneten Loipen sowie den Wanderwegen bleiben, appellierte Nationalpark-Sprecher Friedhart Knolle. Spaziergänger, die unbedacht querfeldein wanderten, richteten oft ungewollt schwere Schäden in der Natur an. Tiere würden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken getrieben. Fänden sie dann nicht genug Nahrung, drohe der Tod.