06.12.12

Ehemaliger Modern-Talking-Star Thomas Anders einigt sich mit Nora Balling auf Vergleich

Thomas Anders

Foto: dpa

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Damit endet ein monatelanger Rosenkrieg. Es ging vor allem um Aussagen über Nora Balling in seiner Autobiografie "100 Prozent Anders".

Koblenz. Der monatelange juristische Rosenkrieg zwischen Ex-Modern-Talking-Sänger Thomas Anders und seiner ehemaligen Frau Nora Balling ist beendet. Beide Parteien einigten sich auf Vorschlag des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz auf einen Vergleich, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Damit sind alle schwebenden Verfahren vor dem OLG und dem Koblenzer Landgericht beendet. In dem Rechtsstreit ging es vor allem um kritische Äußerungen in der Autobiografie "100 Prozent Anders" des Sängers. Über den genauen Inhalt der Einigung wurde laut OLG Stillschweigen vereinbart.

Die Autobiografie war im September vergangenen Jahres erschienen, Anders wirft seiner Ex-Frau darin unter anderem Verschwendungssucht vor. Gegen diese und andere Aussagen wehrte sie sich, klagte auf Unterlassung und berief sich auf eine Verschwiegenheitsvereinbarung, die sie und Anders bei der Scheidung getroffen hatten.

Das Landgericht folgte in einem Urteil vom März 2012 der Argumentation Ballings weitgehend und verbot einige Äußerungen (Az. 13 O 4/11). Die Vereinbarung entspreche wegen der Prominenz beider einem berechtigten Interesse, entschieden die Richter damals. Sie habe keine "knebelnde Wirkung". Das Gericht entschied außerdem, dass Anders ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro zahlen muss, wenn er die Aussagen trotz des Verbots weiter macht. Gegen dieses Urteil legte Anders Berufung ein, so dass der Fall vor dem OLG landete.

Doch damit nicht genug: In einem weiteren Verfahren vor dem Landgericht Koblenz ging es unter anderem darum, ob Anders Balling für die gemachten Aussagen etwas zahlen muss. Es war von Forderungen in Höhe von rund einer Million Euro für die Veröffentlichungen in Anders' Autobiografie die Rede sowie von einem Anteil an den Bucherlösen.

Mitte Oktober regte der OLG-Senat dann eine umfangreiche außergerichtliche Einigung an und unterbreitete einen konkreten Vorschlag. Auf Grundlage dessen kam nach OLG-Angaben nun der Vergleich zustande. Damit sind alle Verfahren zwischen Anders und Balling zu Ende. Das bestätigten auch die Anwälte von Balling und Anders, Bernd Schneider und Simon Bergmann, am Donnerstag der dpa. Zu Details wollten sie sich nicht äußern. Zu einer persönlichen Begegnung des einstigen Glamour-Paares vor Gericht war es nicht gekommen.