08.11.12

USA

Schneesturm durchkreuzt auch Westerwelles Pläne

Wenige Tage nach "Sandy" führen heftige Winde und Kälte erneut zu Stromausfällen, Schäden und Flugabsagen an der Ostküste der USA.

Foto: dpa
Schneeregen in New York
Schneeregen in New York. Nur rund eine Woche nach dem verheerenden Wirbelsturm "Sandy" ist ein neues Unwetter über die US-Ostküste hinweggezogen: Wintersturm "Athena"

New York. Nach "Sandy" hat ein neuer Sturm an der US-Ostküste für heftigen Wind und eisige Kälte gesorgt. In Zehntausenden Haushalten in New York und New Jersey, die gerade erst wieder an das Elektrizitätsnetz angeschlossen worden waren, fiel der Strom gleich wieder aus. In New York fielen auch am Donnerstag noch Regen und Schneeregen, nachdem der Sturm bereits seit Mittwoch für winterliche Verhältnisse gesorgt hatte. Die Straßen waren spiegelglatt, Fluggesellschaften strichen Hunderte Flüge. Unter anderem wurde auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) überrascht, der seinen Rückflug von New York nach Berlin am Mittwochabend (Ortszeit) um 21 Stunden verschieben musste.

Den Meteorologen zufolge schien der vom Atlantik kommende Sturm schwächer als zunächst befürchtet auszufallen. Mit Windböen und Schnee könnte er aber weitere Schäden an der von Supersturm "Sandy" vergangene Woche demolierten Infrastruktur anrichten. Bis zum späten Mittwochabend (Ortszeit) verloren in New York und New Jersey 60.000 Menschen wieder ihren Strom. Es wurde erwartet, dass es über Nacht noch mehr werden würden.

Insgesamt waren fast eine Million Haushalte in der Region noch immer ohne Strom, während die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt sanken. Außerdem hatten die Behörden weiterhin Probleme, für Zehntausende von "Sandy" geschädigte Einwohner Notunterkünfte zu finden. "Als nächstes warte ich auf die Heuschreckenplage und die Pest", sagte der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie.

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sagte über den neuen Sturm: "Auch wenn er bei weitem nicht so stark wie 'Sandy' wird und wir unter normalen Umständen niemanden evakuieren würden - wegen der Umstände und als Vorsichtsmaßnahme gehen wir in einige kleinere Gegenden und fordern die Menschen auf, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben".

An der Küste wurden neue Sturmfluten erwartet – mit weniger als einem Meter Höhe allerdings weit kleinere als bei "Sandy". Allerdings waren viele der Küstenverbauungen durch den Supersturm noch beschädigt und auch geringere Wellen könnten zu Schäden führen.

Verheerende Wirbelstürme in den USA

Hurrikane wie "Sandy" treffen neben Mittelamerika und der Karibik auch immer wieder die USA. Beispiele aus den vergangenen Jahren:

August 2011: Hurrikan "Irene" bedroht die Ostküste. Mehrere Bundesstaaten erklären vorsorglich den Notstand. New York stoppt U-Bahnen sowie Schiffs- und Flugverkehr. Der Sturm, der in North Carolina mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern auf Land trifft, ist weniger verheerend als erwartet.

Dennoch gibt es große Schäden. Millionen sind zeitweilig ohne Strom. Mindestens 45 Menschen sterben. Die Stadt New York bleibt weitgehend verschont.

September 2010: Hurrikan "Earl" tobt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern vor der nordamerikanischen Ostküste. In mehreren US-Staaten wird der Notstand ausgerufen, für North Carolina sogar Katastrophenalarm.

Der Sturm schwächt sich aber ab und richtet keine größeren Schäden an. In Kanada kommt ein Mensch ums Leben.

September 2008: Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 170 Stundenkilometern und Überschwemmungen tobt der Hurrikan "Ike" über der texanischen Golfküste.

Mindestens 92 Menschen kommen ums Leben. 4,5 Millionen Menschen im Großraum Houston sind ohne Strom.

September 2005: Hurrikan "Rita" löst an der US-Golfküste in den Bundesstaaten Texas und Louisiana schwere Überschwemmungen aus. Der Sturm erreicht bis zu 200 Stundenkilometer.

Zwischenzeitlich müssen mehr als eine Million Menschen die Küstenregion verlassen. Mindestens 119 Menschen sterben.

August 2005: "Katrina" wütet in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Florida, Georgia und Alabama und tötet mehr als 1800 Menschen.

New Orleans wird weitgehend zerstört. Etwa 1,3 Millionen Menschen entlang der US-Golfküste verlieren ihr Hab und Gut.

dapd
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