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Aus aller Welt

Tragödie in Menden

Unglücksfahrer soll so bald wie möglich befragt werden

Der Autofahrer, der im sauerländischen Menden in einen Schützenfest-Umzug gerast ist, soll so bald wie möglich befragt werden. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.


Foto: DDP

Menden. Ein Autofahrer ist am Sonntag im sauerländischen Menden in einen Schützenfest-Umzug gerast, dabei wurden zwei Menschen getötet. Der 79-jährige Fahrer wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Er soll so bald wie möglich zu dem schrecklichen Geschehen befragt werden. Die Hintergründe des Unglücks sind noch völlig unklar.

Laut Polizei gab es 14 Schwer- und 37 Leichtverletzte. Bei den Toten handele es sich zwei 40 und 69 Jahre alte Mitglieder der Schützenbruderschaft St. Hubertus, sagte ein Polizeisprecher. Ein 34-jähriger Vereinskamerad der beiden Opfer konnte mit schweren Verletzungen im Rettungshubschrauber reanimiert werden.

Der Mann war am Nachmittag mit einem schwarzen Wagen mit örtlichem Kennzeichen des Märkischen Kreises in das Ende des Festumzugs gerast und erst nach einer ungebremsten Fahrt von etwa 50 Metern zum Stehen gekommen. Gestoppt wurde der Wagen erst durch ein zur Absicherung des Umzugs auf der Straße geparktes Polizeifahrzeug, das zu diesem Zeitpunkt unbesetzt war. „Die Kollegen hatten Glück und standen neben dem Wagen“, sagte ein Polizeisprecher. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Polizeiauto noch in einen weiteren, am Straßenrand stehenden Wagen gedrückt.

Trotz des regnerischen Wetters war die Jubiläums-Veranstaltung zum 60-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft gut besucht gewesen. Zahlreiche Teilnehmer und Besucher standen unter Schock. Neben den Mendener Schützen hatten auch befreundete Vereine an dem Festumzug teilgenommen. Großeinsatz für Rettungskräfte Im Einsatz waren fünf Rettungshubschrauber und mindestens sieben Rettungswagen mit mehr als 10 Notärzten. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Das Unglück ereignete sich vor dem Festplatz, wo der Schützenverein St. Hubertus Menden-Nord an diesem Wochenende sein Jubiläumsschützenfest feierte. „Aus diesem Grund war der Festumzug in diesem Jahr auch besonders lang“, berichtete Johannes Ismar vom benachbarten Schützenverein Schwitten.Ein Augenzeuge sagte dem dpa- Audiodienst: „Ich habe nur den Knall gehört und die Leute fliegen sehen und dann war's auch schon vorbei.“ „Plötzlich flogen Menschen durch die Luft“ „Hier spielt sich eine Tragödie ab. Ein schwarzer Mercedes raste in die Menge und plötzlich flogen Menschen durch die Luft“, berichtete der Wirt des Restaurants „Bei Ivo“ in Menden, Ivo Bitangar (72). „Wir sind fassungslos. Die Leute haben geschrien und sind umhergelaufen, es war schrecklich“, sagte der Wirt, dessen Lokal in unmittelbarer Nähe zum Unfallort liegt. „Man fühlt sich so hilflos“, sagte der 72-Jährige, der seinen Gastraum für die Unterbringung von Verletzten räumte.

(dpa)

 

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