Berlin
Polizei bestätigt: Weddinger "Messermann" gestorben
Der 50-Jährige lief in Berlin mit Axt und Messer bewaffnet durch Wedding. Beim folgenden Polizeieinsatz wurde er schwer verletzt.
Berlin. Ein 50-jähriger Mann, der in Berlin mit Axt und Messer Polizisten bedrohte und niedergeschossen wurde, ist am Freitag gestorben. Das teilte am Abend die Polizei mit und bestätigte einen Vorab-Bericht der "Bild"-Zeitung (Sonnabend). Der Mann, der bewaffnet durch den Weddinger Kiez gezogen war, ist bei dem folgenden Polizeieinsatz schwer verletzt worden.
Pfefferspray wurde eingesetzt, bis zu zwölf Schüsse sind abgegeben worden. Der Polizeieinsatz, der teils mit privaten Videoaufnahmen dokumentiert wurde, war heftig umstritten. Gegen zwei der Polizisten ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags.
Dem Zeitungsbericht zufolge starb der 50-Jährige im Kreise seiner Familie im Virchow-Klinikum. Der Mann war arbeitslos gewesen und bewaffnet, als er laut schreiend in der Brüsseler Straße im Wedding unterwegs war. Alarmierte Polizisten konnten ihn nicht beruhigen. Er drohte weiter mit einem Messer und war auch durch Pfefferspray nicht zu stoppen.
Die Polizeimaßnahmen sollen auch im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses erörtert werden. Grünen-Politiker Benedikt Lux beantragte eine Debatte für die nächste Sitzung am 22. Oktober.
Gegen den Mann hatte die Staatsanwaltschaft in Schwerin bereits Anklage erhoben. Nach Angaben eines Sprechers laute der Vorwurf auf Brandstiftung. Der gebürtige Berliner soll im Oktober 2011 versucht haben, seine Wohnung in einem Mietshaus in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern anzuzünden. Er soll einen Vorhang in der Nähe einer Gastherme in Brand gesteckt haben.














