Diebstahl
Suche nach gestohlenem Leichentransporter geht weiter
Autodiebe hatten einen Kleintransporter mit zwölf Leichen darin gestohlen. Die Spur führt laut Staatsanwaltschaft nach Polen.
Hoppegarten. Nach dem Diebstahl eines Transporters mit zwölf Leichen in Hoppegarten bei Berlin suchen die Ermittler weiter nach dem Fahrzeug. Es gebe noch keine konkrete Spur, teilten Polizeisprecher am Donnerstag mit. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Dabei stehe man über das deutsch-polnische Polizeizentrum in Swiecko auch in Kontakt mit den polnischen Kollegen.
Der Transporter war in der Nacht zum Montag in Hoppegarten bei Berlin gestohlen worden. Die Diebe, die bei mehreren Firmen gleich drei Transporter entwendeten, hatten möglicherweise aus Versehen das Fahrzeug des Bestattungsfahrdienstes mit den Särgen erwischt.
Es sei für die Täter nicht ersichtlich gewesen, dass in dem Fahrzeug Leichen lagen, sagte ein Beamter. Eines der drei gestohlenen Fahrzeuge wurde bereits in Polen entdeckt. Daher wird dort mit Unterstützung der polnischen Kollegen auch nach dem Leichentransporter gesucht.
Viele Verstorbene werden nach Meißen zur Einäscherung gebracht
Die Leichen sollten ursprünglich zur Einäscherung ins sächsische Meißen gebracht werden. "Täglich liefern Unternehmen Verstorbene an, auch aus Berlin", sagte der dortige Krematoriums-Chef Jörg Schaldach der "Dresdner Morgenpost" (Donnerstagausgabe). Dort ist eine Feuerbestattung dem Blatt zufolge mit rund 190 Euro deutlich billiger als anderswo.
Für die Hinterbliebenen der zwölf Toten wiegt der Diebstahl besonders schwer. Für sie ist ungewiss, wann sie die Verstorbenen beisetzen können. Nach Angaben von Ermittlern werden von ihnen zudem Kleidungsstücke oder andere persönliche Sachen der Toten erbeten. Das sei notwendig, um die Leichen nach ihrem Fund über einen DNS-Abgleich zweifelsfrei identifizieren zu können.
















