Pannenspray löst Verpuffung aus
Mann repariert Luftmatratze und zerstört Wohnung
Er wollte nur ein Loch in seiner Luftmatratze reparieren, am Ende war seine Wohnung beinahe komplett zerstört. Das lösungsmittelhaltige Pannenspray, das der 45-jährige Düsseldorfer benutzt hatte, löste eine Verpuffung aus.
Beim Versuch, eine undichte Luftmatratze zu reparieren, hat ein 45-jähriger Düsseldorfer eine Verpuffung ausgelöst und damit fast seine komplette Wohnung verwüstet.
Foto: zoom.in
Düsseldorf . Beim Versuch, eine undichte Luftmatratze zu reparieren, hat ein 45-jähriger Düsseldorfer am Dienstag eine Verpuffung ausgelöst und damit fast seine komplette Wohnung verwüstet. Ein dreijähriges Mädchen erlitt Verbrennungen und wurde ins Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Insgesamt 23 Bewohner des Gebäudes und des Nachbarhauses mussten zeitweise ihre Wohnungen verlassen, es entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.
Am Vorabend hatte der Mann ein lösungsmittelhaltiges Pannenspray in die
Matratze gefüllt, um das Leck abzudichten. Als er am Dienstag mit einem
elektrischen Gebläse Luft nachpumpen wollte, entstand eine heftige
Stichflamme. Das dreijährige Mädchen erlitt Verbrennungen ersten Grades an
beiden Armen – zudem presste die Druckwelle die Wohnzimmerwand um mehrere
Millimeter in das Treppenhaus, die Wand zum Schlafzimmer wurde erheblich
beschädigt, Fensterscheiben gingen zu Bruch. „In der Wohnung sah es wüst
aus“, sagte ein Feuerwehr-Sprecher.
Die Polizei sperrte nach dem Unfall die Straße rund um das betroffene Haus ab.
Nach der Evakuierung der Anwohner brachten die Einsatzkräfte im Keller und
Erdgeschoss sogenannte Schnellbaustützen an, weil sie eine Einsturzgefahr
der tragenden Wohnzimmerwand zum Treppenhaus nicht ausschließen konnten.
Nach der Begutachtung durch einen Statiker konnten die meisten Bewohner -
bis auf den 45-Jährigen – in ihre Wohnungen zurückkehren. Gegen ihn wurde
zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des fahrlässigen Herbeiführens einer
Sprengstoffexplosion eingeleitet.



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