Hommage an Michael Jackson
Madonna lässt Jacksons Moonwalk tanzen
Madonna, die "Queen of Pop" erweist bei einem Konzert in London dem verstorbenen "Kong of Pop" Michael Jackson letzte Ehre.
Madonna bei ihr Sticky & Sweet Tour.
Foto: DPA
London . Eine der ganz Großen verabschiedetet sich auf ihre ganz eigene Weise von einem ebenürtigen Künstler. Madonna, ebenfalls Jahrgang 1958, Jahrzehnte erfolgreich im Musikbusiness und Verwandlungskünstlerin, sagt Jacko "Goodbye".
Für Sängerin Madonna war Michael Jackson „einer der größten Künstler, den die
Welt je gesehen hat“. Bei einem Konzertauftritt in London ließ die
50-Jährige am Samstagabend ein Foto über die Bühne einblenden, dass „Jacko“
als Kind zeigte. Zuvor zollte US-Sängerin Beyoncé Jackson am Freitagabend
bei einem Konzert in New Orleans Tribut. Als Fünfjährige habe sie „ihren
Helden“ auf der Bühne erlebt und in diesem Moment entschieden, dass sie
Sängerin werden wollte, sagte der zu Tränen gerührte Star.
Zur Freude des Publikums in der Londoner O2-Arena, in der Jackson eigentlich im Juli seine Comebackserie starten wollte, ließ Madonna einen ihrer Tänzer den legendären Jackson-Moonwalk auf der Bühne zeigen. Außerdem wurde Kurzversionen zweier Jackson-Songs angestimmt. „Lang lebe der König“, rief Madonna ihrem Publikum zu.
Unterdessen hat die Polizei jetzt mindestens fünf Ärzte ins Visier genommen, die den Sänger mit verschreibungspflichtigen Medikamenten versorgt haben sollen, berichtete die „Los Angeles Times“ am Sonntag. Die Zeitung berief sich auf nicht genannte Quellen. Danach soll Jackson unter verschiedenen Namen Medikamente erhalten haben. In seinem Haus seien unter anderem „zahlreiche Behälter“ mit dem starken Narkotikum Propofol gefunden worden, das auch unter dem Namen Diprivan im Handel ist. Jackson war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren überraschend an einem Herzstillstand gestorben. Spekuliert wird, dass möglicherweise ein überdosiertes Medikament das Herzversagen ausgelöst hat. Die Ergebnisse von zwei Autopsien stehen noch aus.
Über die Trauerfeier in Los Angeles ist vorab nur wenig bekannt. Noch gibt es keine offizielle Liste der Stars und Künstler, die Jackson die letzte Ehre erweisen wollten. Der Sender CNN brachte am Samstag lediglich in Erfahrung, dass die Sängerin Jennifer Hudson auftreten werde. Das Staples Center, eine Sport- und Konzertarena mit insgesamt 20 000 Plätzen, gehört dem US-Unterhaltungskonzern AEG, der auch für die geplanten Comeback-Konzerte Jacksons in London verantwortlich zeichnete. Von den 17 500 kostenlosen Karten sind 11 000 für die Trauerfeier selbst, 6500 für eine Live-Übertragung ins nahe gelegene Nokia-Theater.
Die Polizei wollte das Viertel rund um das Stadion großräumig absperren. Nur wer ein gültiges Ticket vorweisen kann, soll Zugang erhalten. Die Stadt hatte schon zuvor Schaulustige dazu aufgerufen, die Zeremonie zu Hause am Bildschirm zu verfolgen. Einen Trauerzug, der Zehntausende Menschen auf die Straßen locken könnte, soll es nach Angaben der Veranstalter nicht geben. Ob Jackson möglicherweise vor der Abschiedsfeier im kleinen Kreis von Freunden und Familie beigesetzt wird, stand am Sonntag noch nicht fest.



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