11.08.03

Waldbrände: Auch Mallorca-Urlauber in Angst

Madrid/Rom. Verheerende Waldbrände bedrohen weiter mehrere Touristenhochburgen in Südeuropa. Auch in Deutschland gab es kleinere Feuer in Bayern, Brandenburg, Hessen und Sachsen-Anhalt. Zugleich sinken die Pegel von Elbe und Rhein - bei Düsseldorf auf weniger als einen Meter. Der EU-Kommissionspräsident Romano Prodi, fordert schon eine "europäische Einsatzgruppe" gegen die Feuersbrunst. Hier die Lage in den Ländern: Portugal : Es gibt noch zwei große Brandherde: einen bei Portimão in der Algarve, einen weiteren bei Nisa in Mittelportugal. Lissabon schätzt den Schaden auf knapp eine Milliarde Euro. Spanien : Ein Waldbrand auf Mallorca hat mehr als 120 Hektar ökologisch wertvolle Pinienwälder vernichtet. 150 Menschen, darunter auch Urlauber, mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Polizei räumte ein komplettes Dorf, ein Kloster, ein Berghotel und ein Restaurant. Die Feuerwehr brachte die Flammen auf dem Berg Puig de Randa (548 Meter) im Osten Palmas jedoch unter Kontrolle. Auch auf dem Festland wurden die Brände weiter eingedämmt. Italien : 24 meist kleinere Feuer loderten an der Ligurischen Küste, in der Nähe von Florenz und in den Regionen um Neapel und Rom. Die meisten Brände sind aber unter Kontrolle. Frankreich : Der Brand bei Luceram im Hinterland von Nizza an der Côte d'Azur wütet weiter, bedroht aber keine Häuser. Auch auf Korsika breitete sich gestern ein Buschbrand aus. Kroatien und Montenegro : Alle Brände an der Adriaküste sind unter Kontrolle. Kanada : Insgesamt wurden 577 Feuer auf einer Fläche von 550 Quadratkilometern bekämpft. Die letzten der 3500 aus der Nähe von Kamloops in British-Columbia geflüchteten Einwohner durften zurückkehren, viele Häuser wurden ein Raub der Flammen. Hitzerekord in England: Mit 37,9 Grad war es auf dem Flughafen London-Heathrow wärmer denn je. Ein Buchmacher muss nun 355 000 Euro auszahlen: Die Wetten standen 25:1, dass die 100-Fahrenheit-Marke (37,7 Grad Celsius) unerreicht bliebe . . .