Gegen den Geschäftsführer der Kuscheltier-Firma Steiff, Martin Frechen, wird derzeit wegen Vergewaltigung in mehreren Fällen ermittelt. Eine US-Mitarbeiterin des Konzerns fordert 57 Millionen Euro Schadenersatz.

Der Geschäftsführer des Plüschtier-Herstellers Steiff, Martin Frechen, wird wegen Vergewaltigung angeklagt.
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New York. Der Plüschtier-Hersteller Steiff hat eigentlich ein reines Image. Der Konzern stellt flauschige Kuscheltiere für Kinder her, die in den Spielzeug-Regalen prinzipiell einen festen Platz einnehmen. Jetzt droht das Ansehen der Firma allerdings deutlich zu sinken, da dem deutschen Geschäftsführer Martin Frechen Vergewaltigung in mehreren Fällen vorgeworfen wird. Er soll sich an der 32 Jahre alten amerikanischen Mitarbeiterin Jane Collins vergangen haben.
In einer Klage, die sie am Montag vor einem Gericht in Manhattan einreichte, forderte die Angestellte Schadenersatz in Höhe von 80 Millionen Dollar (57 Millionen Euro). Frechens US-Anwalt wies die Klage als unbegründet zurück. Sein Mandant werde sich gegen die Vorwürfe „energisch zur Wehr setzen und am Ende gewinnen“, sagte Michael Rosen. Auch Dieter Satzinger, Vizechef für Finanzen in den USA, wies die Vorwürfe von sich. „Steiff Nordamerika ist verpflichtet, allen seinen Angestellten eine sichere und angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen“, sagte Satzinger.
Frechen soll die allein erziehende Mutter seit 2004 immer wieder sexuell belästigt haben, heißt es in der Klage. Neben Frechen verklagt Collins auch die schwäbische Spielzeugfirma sowie den Nordamerika-Chef von Steiff, James Pitocco. Er soll nach Angaben ihres Anwalts von den wiederholten Übergriffen des deutschen Geschäftsführers gewusst haben, aber nichts dagegen unternommen haben.
Collins begann im Jahr 2000 bei Steiff als 22-jährige Telefonistin. Heute ist sie Marketing-Managerin. Sie ist weiterhin für Steiff tätig. Sie habe so lange mit der Klage gewartet, weil sie ihren Job nicht verlieren wollte, sagte sie dem „Boston Globe“.















