Schwergewicht
Lizenzentzug: Sidon nicht mehr deutscher Box-Meister
Der Schwergewichtler aus Gießen, der am vergangenen Sonnabend seinen 49. Geburtstag feierte, darf künftig nicht mehr in den Ring steigen.
Andreas Sidon muss in einem Kampf einstecken
Foto: picture-alliance / dpa/dpa
Hamburg. Box-Oldie Andreas Sidon muss seine Karriere beenden. Der Schwergewichtler aus Gießen, der am vergangenen Sonnabend seinen 49. Geburtstag feierte, darf künftig nicht mehr in den Ring steigen. Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg bestätigte die Rechtmäßigkeit des Lizenzentzuges durch den Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) wegen gesundheitlicher Bedenken aus dem Jahr 2007.
„Der BDB hat zu hundert Prozent recht bekommen. Sidon darf nie wieder boxen“, sagte BDB-Präsident Thomas Pütz am Dienstag. Der deutsche Meistertitel im Schwergewicht, den Sidon seit beinahe zehn Jahren trägt, ist laut Pütz wieder vakant. Der Berufungsausschuss des Boxverbandes hatte die Entscheidung vor fünf Jahren zunächst aufgehoben, weil Sidon nicht angehört worden war. Der BDB reichte dagegen Feststellungsklage vor dem Landgericht Hamburg ein und verlor. Das Hanseatische Oberlandesgericht hob diese Entscheidung nun auf. Eine Berufung ist nicht möglich.
Peter Hanraths wieder bei Universum - als Berater
„Mit diesem Urteil wird das Grundgesetz gebeugt. Ich werde weiter um mein Recht kämpfen, dann eben vor dem Bundesgerichtshof“, sagte Sidon. Er war in der Zwischenzeit, auch per einstweiliger Verfügung, zehnmal in den Ring gestiegen. Sechs Kämpfe davon konnte der Hesse gewinnen. (dpa/abendblatt.de)








Branchenbuch Hamburg
Abendblatt auf Facebook
100. Geburtstag
Axel Springer







