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Sieg bei Australian Open

Asarenka nimmt ihren Platz auf dem Tennis-Thron ein

Die neue Weltranglisten-Erste Wiktoria Asarenka gewinnt das Finale der Australian Open gegen die chancenlose Scharapowa mit 6:3 und 6:0.

Die Weißrussin Wiktoria Azarenka mit Siegergeste: Die 22-jährige deklassierte nach anfänglicher Nervosität ihre Gegnerin Scharapowa in zwei Sätzen
Foto: AFP

Melbourne. Wiktoria Asarenka hat mit ihrem ersten Grand-Slam-Sieg den Sprung auf den Tennis-Thron geschafft: Die Weißrussin gewann das Finale der Australian Open mit einer Demontage der einstigen Turniergewinnerin Maria Scharapowa In nur 1:22 Stunden besiegte die 22-Jährige die Russin mit 6:3 und 6:0. Nach dem 3:3-Zwischenstand im ersten Satz gab Asarenka kein Spiel mehr ab und ließ sich nach dem verwandelten ersten Matchball erleichtert auf die Knie fallen. Scharapowa verpasste indes ihren vierten Major-Triumph. Den letzten hatte die 24-Jährige 2008 in down under gefeiert. Die Russin steht nun auf Weltranglistenplatz vier.

+++Zertrümmerte Schläger und Wasserattacke+++

Die neue Nummer eins der Welt gluckste bei der Siegerehrung erst mehrfach ins Mikrofon, ehe sie die Botschaft in die weißrussische Heimat dann doch noch über die Lippen brachte: „Danke, Oma! Meine Großmutter ist der Mensch, der mich am meisten inspiriert hat“, sagte die 22-jährige Asarenka und konnte die Tränen kaum zurückhalten.

Im „Duell der Schreihälse“ hatte Asarenka nach anfänglicher Nervosität kühlen Kopf bewahrt. Im ersten Aufschlagspiel unterliefen ihr gleich zwei Doppelfehler, was Scharapowa zum Break nutzte. Allerdings fing sich Asarenka schnell und schaffte das Rebreak zum 2:2. Danach leistete die Wimbledon-Halbfinalistin kaum noch Fehler und nahm der nervös wirkenden Scharapowa den Aufschlag zum 5:3 ab. Wenig später verwandelte Asarenka ihren ersten Satzball nach 46 Minuten. Im zweiten Durchgang setzte sich die Dominanz der Wahl-Monegassin im „Duell der Stöhnerinnen“ fort. Scharapowa, der 30 unbedrängte Fehler unterliefen, konnte einen Breakball zum möglichen 1:1 nicht nutzen und zeigte vor allen Dingen in diesem Spiel bei zwei haarsträubenden Fehlern am Netz Nerven. Asarenka zog nach drei Breaks auf 5:0 davon und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Wika war in allen Bereichen so viel besser. Sie hat sich den Sieg verdient“, lobte nach der bitteren Lehrstunde die völlig chancenlose Scharapowa.

Nach dem Coup im direkten Duell um die Nummer eins wird Asarenka, die eine Siegprämie in Höhe von umgerechnet 1,8 Millionen Euro kassierte, am kommenden Montag in der Weltrangliste die bisherige Branchenführerin Caroline Wozniacki (Dänemark) verdrängen. Asarenka ist die 21. Spielerin seit Einführung des Rankings 1975, die an der Spitze steht.

Mit Material von sid

 

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