Mischas Tagebuch
Auftakt beim ATP-Turnier in Stuttgart
Viel glatter hätte der Auftakt beim ATP-Turnier in Stuttgart für mich nicht laufen können. Ich habe den Spanier Guillermo Garcia-Lopez (26) mit 6:2 und 6:4 besiegt.
Ich habe schnell mit 4:0 geführt, dann einen Breakball zum 5:0 vergeben, weil ich ausgerutscht bin, als ich einen Stopp noch erwischen wollte. Im zweiten Satz habe ich gleich wieder ein Break geschafft, dann bei 2:0-Führung jedoch innerhalb von zwei Minuten zwei Spiele abgegeben. Daraufhin habe ich meine Taktik geändert, habe aggressiver attackiert, anstatt zu viel zu laufen, und das hat gewirkt. Das Break zum 3:2 war matchentscheidend, danach habe ich bis zum Satzgewinn durchserviert. Die Atmosphäre war sehr gut, ich habe auf dem zweitgrößten Platz gespielt. Zwar war der nur ungefähr halbvoll, aber die Stimmung war trotzdem gut. Ich bin auch von sehr vielen Fans erkannt und auf mein Daviscup-Debüt angesprochen worden.
Mein Gegner im Achtelfinale, das am Donnerstag ansteht, wird erst heute Abend in der Partie zwischen Philipp Petzschner (Bayreuth) und Gilles Simon (Frankreich) ausgespielt. Ich bin jetzt aber erstmal froh, dass ich mir einen ruhigen Abend im Hotel machen kann. Morgen geht es für mich in der ersten Runde des Doppels los. Ich spiele mit Christopher Kas (29, Trostberg) gegen den Tschechen Frantisek Cermak und Michal Mertinak aus der Slowakei. Mit Kas habe ich noch nie zusammengespielt, er hat mich in Wimbledon gefragt, ob ich Lust hätte, und da weder er noch ich für Stuttgart einen Partner hatte, haben wir uns verabredet. Ich finde es immer interessant, neue Partner zu testen und zu gucken, wie man selbst sich in neuen Konstellationen weiterentwickeln kann. Wann wir spielen, wird auch erst heute Abend festgelegt. Viele Grüße aus Schwaben, Euer Mischa!
Der Hamburger Profi Mischa Zverev (21), derzeit an Position 45 der Weltrangliste geführt, berichtet exklusiv für abendblatt.de von seinen Erlebnissen im Tennisjahr 2009.







Branchenbuch Hamburg
Abendblatt auf Facebook
100. Geburtstag
Axel Springer







