Während der 31-jährige Nicolas Kiefer sein Turnier-Auftakt-Match bei den Franch Open gewann, musste der Hamburger Mischa Zverev sein Duell aufgeben.

Paris . „Oldie“ Nicolas Kiefer hat sich bei seinem ersten French-Open-Start seit drei Jahren mit Glück und Routine in die zweite Runde gemüht, für die Youngster Sabine Lisicki und Mischa Zverev dagegen ist die Frankreich-Fahrt früh zu Ende gegangen. Die 19 Jahre alte große deutsche Hoffnungsträgerin aus Berlin musste sich am Montag nach einer enttäuschenden Vorstellung der Tschechin Lucie Safarova nach 101 Minuten mit 2:6, 6:1, 1:6 geschlagen geben. Der zwei Jahre ältere Zverev gab gegen den Italiener Potito Starace beim Stand von 7:6 (7:5), 5:7, 0:1 wegen Magenproblemen und Übelkeit auf.

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Immerhin übersprang der bald 32 Jahre alte Tennisprofi Kiefer seine Erstrunden-Hürde gegen den serbischen Qualifikanten Ilia Bozoljac mit einem mühevollen 7:6 (7:4), 3:6, 7:5, 6:4. In der zweiten Runde der Sandplatz-Veranstaltung in Paris wartet aber ein anderes Kaliber als der Ranglisten-132. aus Belgrad: Kiefer bekommt es mit dem an Nummer 14 gesetzten Spanier David Ferrer zu tun.

„Ich habe mich körperlich schlecht gefühlt“, sagte Zverev, nachdem er nach 2:09 Stunden seinem Gegner die Hand geschüttelt hatte. Schon in der vergangenen Woche, als er beim World Team Cup in Düsseldorf gemeinsam mit Kiefer erfolgreich im Doppel agiert hatte, sei er nicht fit gewesen, erklärte Zverev. „Es ging einfach nicht mehr. Spielerisch war es okay, körperlich eine Katastrophe.“ Während der Partie hatte er sich auch am Fuß behandeln lassen. Das Tape sei aber nur eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. „Das war nichts Ernstes.“

Im Gegensatz zu den tristen Darbietungen der beiden deutschen Nachwuchshoffnungen erledigten die internationalen Größen ihre Auftaktaufgaben souverän. Rafael Nadal startete erfolgreich in die Mission Titelverteidigung: Mit einem 7:5, 6:4, 6:3 gegen den Brasilianer Marcos Daniel feierte der viermalige Roland-Garros- Champion aus Spanien seinen 29. Erfolg in Serie auf der roten Asche am Bois de Boulogne und bleibt bei den French Open unbesiegt.

Der Linkshänder aus Mallorca, dessen holunderfarbenes Shirt in Kombination mit gelbem Stirn- und Schweißband sowie grauen Shorts mehr Diskussionen auf der Tribüne des Court Philippe-Chatrier auslöste als das Treiben auf dem Sand, spielt nun gegen Igor Kunizyn oder dessen russischen Landsmann Teimuras Gabaschwili.

So zügig wie möglich machte die Weltranglisten-Erste Dinara Safina mit einem 6:0, 6:0 gegen Anne Keothavong aus Großbritannien den Zweitrunden-Einzug perfekt. Wimbledon-Siegerin Venus Williams hatte da schon etwas mehr Mühe und setzte sich schließlich 6:1, 4:6, 6:2 gegen Bethanie Mattek-Sands (beide USA) durch. Besonders bitter für Sabine Lisicki: Sie hätte sich auf ein Duell mit Venus Williams freuen dürfen. Vor einem Monat hatte sie die ältere der beiden Williams-Schwestern auf dem Weg zu ihrem ersten Titel auf der WTA- Tour in Charleston noch überraschend bezwungen. (dpa)