Trabrennbahn
Afsoon Amirfallah neue Wintermeisterin der Amateure
Rund 2.000 Besucher strömen zum Sonntags-Renntag mit Young- und Oldtimern auf die Trabrennbahn Hamburg. Afsoon Amirfallah sichert sich den Wintertitel der Amateur-Fahrer im Trabrennen
Nachschau, 22.04.2012: Der Sonntags-Renntag auf der Trabrennbahn Hamburg war ein voller Erfolg. Knapp 2.000 Besucher strömten auf das Oval an der Luruper Chaussee, um nach 2011 zum zweiten Mal eine einzigartige Mischung aus spannenden Trabrennen und historischen Autos zu erleben. Das Motto: starke Pferde und viele Pferdestärken.
Höhepunkt des Renntages war die Winter-Meisterschaft der Amateure. Wie im letzten Jahr konnte sich auch 2012 die Trabrenn-Amazone Afsoon Amirfallah in der Gesamtwertung der Wintermeisterschaft der Amateur-Fahrer durchsetzen. Auch wenn sie sich im Finalrennen der Serie am Sonntag mit einem dritten Platz (Pferd: Foto Finish) dem Sieger Christian Schulz mit der Stute Lady Maud geschlagen geben musste, reichten die Leistungen der vorherigen Rennen für einen Gesamtsieg aus. Mit insgesamt 9,46 Punkten konnte Afsoon Amirfallah die Krone für sich erringen. Der zweite Platz ist doppelt belegt: Jörg Hafer und Christian Schulz haben beide jeweils acht Punkte. Im "richtigen" Leben ist die aus dem Iran stammende Fahrerin im Außendienst für einen Zigarettenhersteller tätig. Sie lebt in Niendorf in Hamburg.
Internationale Klasse brachte der aus Bayern stammende, aber in Schweden lebende Top-Fahrer Conrad Lugauer am Sonntag nach Hamburg Bahrenfeld. Leider konnte er im dritten Rennen mit seinem Pferd VästerboNightlover seine Erfahrung nicht ausspielen. In diesem Rennen gab es zudem ein packendes Städte-Duell zweier ganze besonderer Starter: Hier traf Fahrer Michael Schmid mit Seriensieger Michael November, das Pferd des Jahres 2011 der Gelsenkirchener Trabrennbahn, auf die erfolgreiche Hamburger Stute Graceland, gefahren von Jörg Schefe. In einem packenden Rennen entschied gewann Micheal November kurz vor VästerboNightlover. Das Städte-Duell ging damit klar an das Gelsenkirchener Pferd – Graceland landete weit abgeschlagen auf Platz acht.
Rund um den Trabrennsport wurde ein buntes Rahmenprogramm geboten: rund 60 automobile Young- und Oldtimer sorgten in den Rennpausen für einen spannenden Kontrast. Bei blitzendem Chrom und edler Patina wurden auch erwachsene Männer wieder zum Kind. Alleine der Porsche Club Bremerhaven kam mit 13 historischen Autos nach Hamburg. Außerdem waren auch so legendäre Autos wie ein Ford Mustang V8, ein 70er Camaro Marsha oder ein 61er Cadillac Cabrio mit dabei. Kaum eine Marke war nicht vertreten.
Dr. Jan Kleeberg, der neue Geschäftsführer der Trabrennbahn, zeigte sich zufrieden mit dem Renntag. "Wir haben heute spannende Rennen und packende Wettkämpfe erlebt", so Kleeberg. "Die Autos haben dazu eine tolle Kulisse geboten. Wir freuen uns, dass nach dem tollen Erfolg des Osterrenntags wieder so viele Menschen den Weg auf die Trabrennbahn gefunden haben und wir sie für diesen wunderbaren Sport begeistern konnten." Der Wettumsatz in den elf Rennen belief sich auf knapp 82.000 €.





