Traben in Bahrenfeld
Hamburg bekommt die modernste Rennbahn
Die Trabrennbahn wird runderneuert. HTZ-Vizepräsident Gedaschko rechnet erst Anfang Oktober mit den nächsten Rennen.
Deutschlands Traberelite freut sich auf den neuen Untergrund in Bahrenfeld.
Foto: picture-alliance/ ZB/dpa-Zentralbild
Hamburg. Popstar Peter Fox („Haus am See“, „Schwarz zu Blau“) hat 30 000 Fans begeistert, nun nehmen auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld nach kurzer Unterbrechung wieder die Straßenbauer die Arbeit auf. „Hamburg erhält bis Ende September das modernste Geläuf aller deutschen Rennbahnen und braucht sich hinter keiner Bahn in ganz Europa zu verstecken“, verspricht Sönke Gedaschko, Vizepräsident des Hamburger Trabrentrum (HTZ).
Das Geld für Investionen auf dem desolaten Rennbahngelände scheint dank finanzieller Unterstützung potenter Geldgeber plötzlich da zu sein. Viele Jahre lang hatten die Klagen von Aktiven, Trainern, Besitzern und Züchtern nichts genutzt, denn die Kassen waren aufgrund steigender Wettmüdigkeit der Zocker leer. Die Bahn sei zu hart, argumentierten die Kritiker, die empfindlichen Beine der sensiblen Trabrennpferde könnten deshalb Schaden nehmen. Nun soll alles besser werden.
Zwei anerkannte Rennbahnexperten aus Schweden (Ulf Sandström, Klaus Koch) werden ihre Erfahrungen, die sie auf der Spitzen-Rennbahn in Malmö gesammelt haben, in Hamburg einbringen.
Die Maßnahmen:
1. Das Geläuf der Trab-Arena erhält einen neuen Untergrund. Die alte, asbesthaltige Schicht wird weggefräst, eine zehn Zentimeter dicke Schicht aus kalkfreiem Sand kommt darüber.
2. Nach dem Vorbild von Malmö wird die Hamburger Bahn mit erhöhten Bögen erstellt. Das ermöglicht schnellere Kilometerzeiten von bis zu zweieinhalb Sekunden.
3. Die Reparatur der kaputten Dächer der Stallungen ist in vollem Gange, die Innenräume werden renoviert, die Außenwände gestrichen, die Ruine des vor zwei Jahren abgebrannten Stalles von Peter Heitmann wird entsorgt.
4. Das Flutlicht wird repariert. Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten zu Ausfällen, die den Rennbetrieb beeinträchtigten.
Haben Investitionen in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrages vor dem Hintergrund, dass in den kommenden drei Jahren in Horn eine Doppelrennbahn für Traber und Galopper gebaut werden soll, überhaupt einen Sinn? „Natürlich“, versichert Sönke Gedaschko. „Rennställe wie das Gestüt Lasbek von Günter Herz oder das Gestüt Brammerau von Ulrich Mommert würden sonst in Hamburg ihre Traber nicht starten lassen.“
Wann werden in Hamburg wieder Rennen gelaufen? „Frühestens am 24. September“, sagt Sönke Gedaschko, „aber ich rechne eher mit dem 3. Oktober.“









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