Menschlich gesehen
Medaillen-Hoffnung
Die Paralympics in Peking sollen für Nicole Seifert (33) der krönende Abschluss werden. Bereits zum vierten Mal wurde die ehrgeizige, aber zurückhaltende Rollstuhlbasketballerin vom HSV für die Spiele der Sportler mit körperlichen Behinderungen nominiert (S. 27). Mit einer Medaille will die Harburgerin ihre Karriere in der Nationalmannschaft beenden.
Immerhin zweimal durfte sich die infolge einer im Alter von 13 Jahren erlittenen Viruserkrankung querschnittsgelähmte Tochter eines Zollbeamten und einer Kontoristin schon über einen Europameistertitel freuen. Glücksmomente, die sie auch dem heutigen Ko-bundestrainer Peter Richarz zu verdanken hat, der die frühere Fußballerin einst zum Basketball brachte.
Mittlerweile machen ihr die sportlichen Strapazen zu schaffen. Außerdem möchte die Theater- und Rockmusik-Freundin gern mehr Zeit mit Ehemann Axel, Internist am AK Harburg, verbringen. Gefunkt hatte es zwischen den beiden während der vier Semester, in denen sie "ernsthaft" Medizin studierte. Heute hat die Athletin einen Job als Verwaltungsinspektorin, von dem sie sich gern auf Kurztrips erholt. Selbst wenn es mit der ersehnten Medaille nicht klappen sollte, ist Peking daher für die Drittplatzierte bei der Wahl zu Hamburgs Sportlerin 2007 eine Reise wert.






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