Peking danach: Viel Stolz und bange Fragen
Das olympische Feuer war am Sonntagabend erloschen, die Begeisterung der Chinesen über ihre Spiele loderte am Tag danach weiter. Sie wird so schnell...
Peking. Das olympische Feuer war am Sonntagabend erloschen, die Begeisterung der Chinesen über ihre Spiele loderte am Tag danach weiter. Sie wird so schnell nicht enden. "Beat this", schlagzeilte die englischsprachige "China Daily", was frei übersetzt heißt, das muss erst einmal jemand besser machen. Dieser (National-)Stolz schwang in allen Kommentaren mit. "Wir haben die besten Olympischen Spiele aller Zeiten ausgerichtet", lautete der Tenor. Das stimmte die Behörden milde. Sie entließen alle inhaftierten Tibet-Demonstranten und wiesen sie aus dem Land.
An den olympischen Stätten haben die Aufräum- und Umbauarbeiten begonnen. Die Arenen werden für die Paralympics hergerichtet, die am 6. September beginnen und bis zum 17. dauern. 4000 behinderte Sportler werden erwartet. Für die meisten Volunteers hieß es gestern Koffer packen und in ihre (meist viel ärmeren) Heimatprovinzen zu reisen. Vielen standen Tränen in den Augen, unzählige der jungen Menschen bedankten sich in den Straßen Pekings bei Ausländern, dass sie nach China gekommen waren. Adressen wurden ausgetauscht und Abschiedsfotos geschossen. Der Chinese liebt es zu fotografieren.
Manche stellten bange Fragen. Was kommt, wenn der Alltag in China einkehrt? Die liberalen Pressegesetze, die seit dem 1. Januar 2007 ausländischen Journalisten Gespräche mit jedem Chinesen erlauben, gelten bis 17. Oktober. Über eine Verlängerung hat die Partei bisher nicht entschieden.







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