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Olympia Peking 2008

Polgar und Spalteholz verpatzen Start

Marc Pickel spazierte mit stolzgeschwellter Brust durch den Hafen, Ulrike Schümann wollte sich dagegen am liebsten hinter ihrem Boot verstecken. An...

Qingdao. Marc Pickel spazierte mit stolzgeschwellter Brust durch den Hafen, Ulrike Schümann wollte sich dagegen am liebsten hinter ihrem Boot verstecken. An einem erneut von Windkapriolen geprägten siebten Wettfahrttag auf dem olympischen Segelrevier in Qingdao erhielt der eine deutsche Medaillentraum neue Nahrung, während der andere wohl endgültig wie eine Seifenblase zerplatzte.

Der Kieler Pickel und sein Vorschoter Ingo Borkowski kamen in ihrer Auftaktwettfahrt im Starboot auf Rang zwei. Schümann und ihre Yngling-Crew vergaben durch einen 13. Rang dagegen wohl die letzte Chance auf Bronze. "Ich will gar nichts mehr sagen und muss meine Nerven schonen", meinte die angeschlagen wirkende Berlinerin nach der für sie so enttäuschenden achten Wettfahrt, nach der die 35-Jährige auf Rang neun zurückfiel.

Die WM-Fünften Pickel/Borkowski erwischten derweil einen Traumstart, wollten die aufkeimende Euphorie bei aller Freude jedoch bremsen. "Das war erst ein Rennen", sagte Pickel nach einem durch unstete und drehende Winde durcheinandergewirbelten Tag. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (NRV) gingen im Tornado zumindest für eine von zwei geplanten Wettfahrten aufs Wasser. Ihr Auftaktrennen hatten sich die WM-Vierten von 2005 allerdings anders vorgestellt. "Wenn wir die anderen Teams beim nächsten Start nicht wieder fünf Minuten wegfahren lassen, läuft das besser", meinte Steuermann Polgar und flüchtete sich nach Platz elf in Galgenhumor. Die Rennen der im 49er viertplatzierten Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) fielen derweil den Windbedingungen zum Opfer. Für das Brüderpaar stehen am Sonnabend noch drei Rennen an, bevor tags darauf die endgültige Entscheidung fällt. Bereits am Sonnabend findet das abschließende Medaillenrennen der besten zehn Teams im Yngling statt. Auch der Olympiasieger im Finn-Dingi wird dann gekürt. Dort könnte der führende Brite Ben Ainslie mit seinem dritten Gold in der ewigen Bestenliste mit dem deutschen Ausnahmesegler Jochen Schümann gleichziehen.sid/HA

 

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