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Hamburg. Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat der Äthiopier Tsegaye Mekonnen am Sonntag den 32. Hamburg-Marathon gewonnen. Der 21-Jährige lief den flachen Kurs in der Hansestadt in 2:07:26 Stunden und ließ damit Olympiasieger Stephen Kiprotich aus Uganda in einem Kopf-an-Kopf Rennen vier Sekunden hinter sich.

Hamburgs Sportsenator Andy Grote (SPD) freute sich über "ein hochspannendes Finale" unter erschwerten Bedingungen: Bei Temperaturen unter zehn Grad, teils böigem Wind, Regen und gelegentlichen Hagelschauern mussten viele der 15.420 angemeldeten Einzelläufer und rund 7000 Staffelläufer Abstriche bei selbstgesetzten Streckenzielen machen. Erst die Nachzügler profitierten ab dem späten Mittag von ersten Sonnenstrahlen.

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Bei den Frauen sicherte sich Favoritin Jessica Augusto als erste Portugiesin nach 2:25:29 Stunden den Sieg. Sie ließ Megertu Ifa aus Äthiopien mehr als vier Minuten hinter sich. "Es war das erste Mal, dass ich bei Hagel und so einer Kälte gelaufen bin", sagte Augusto.

Schöfisch und Strockhecke beste Deutsche

Bester deutscher Athlet war der deutsche Meister Marcus Schöfisch (2:17:56 Stunden). Schnellste Deutsche war Mona Stockhecke in 2:36:36 Stunden, die die Norm für die WM in London (2:29:30 Stunden) verpasste. "Ist jetzt einfach ein Schietwetter", sagte Stockhecke, die eine WM-Teilnahme abhakte: "So bitter, wie es ist, aber man hat eben nur eine oder zwei Chancen, sich zu qualifizieren."

Auch die Spitzengruppe blieb wegen des schlechten Wetters hinter den anvisierten Topzeiten zurück. So hatte sich Olympiasieger Kipchoge vor dem Rennen eine Zeit um 2:06 Stunden vorgenommen. Und bei den Frauen hatte Augusto den 32 Jahre alten portugiesischen Landesrekord von Rosa Mota brechen wollen (2:23:29 Stunden). Doch daraus wurde nichts.

Ein anderer hat dafür einen kuriosen Weltrekord aufgestellt. Felix Mayerhöfer, Lehrere im unterfränkischen Kronach, bewältigte die Marathondistanz in 2:43:04 Stunden im Business-Anzug. Damit verbesserte der Bayer den bisherigen Marathon-Weltrekord im Anzug um fast eine Viertelstunde.

Hubschrauber kreisten über der Strecke

Vor dem Rennen hatten Veranstalter und Polizei das Sicherheitskonzept nochmals geprüft. Hintergrund waren die Schüsse auf Polizisten in Paris am Donnerstag. Hinweise auf eine konkrete Gefahr in der Hansestadt lagen den Sicherheitsbehörden jedoch nicht vor. "Natürlich spielt das Thema Sicherheit im Rahmen der Vorbereitungen eine wichtige Rolle für den Veranstalter. Für die Teilnehmer stehen aber der Lauf und das Ziel definitiv im Vordergrund", sagte der Vorsitzende der Grünen-Bürgerschaftsfraktion, Anjes Tjarks, der in einer Staffel aus Fraktionsmitgliedern an den Start ging.

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Über der Strecke kreisten Hubschrauber, an neuralgischen Punkten waren rund 30 Lastwagen als Barrieren postiert. Etliche Abschnitte waren mit Betonblöcken gesichert, und die Zufahrtsstraßen zur Marathonstrecke waren für den Verkehr gesperrt. Wegen der Verkehrssperren gab es im Nahverkehr teils erhebliche Verspätungen.

Bis um 16.45 Uhr am Sonntag hatte die Polizei die Sperrungen aber wieder komplett aufgehoben. Lediglich die Straßen rund um die Hamburg Messe sind noch bis spätestens Montag für den Verkehr abgesperrt. An der Karolinenstraße, der Rentzelstraße und der Schröderstiftstraße werden die Tribünen abgebaut – daher dauern hier die Behinderungen noch länger an, hieß es bei der Verkehrsleitzentrale.

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