11.09.12

2. Liga

Bauverzögerungen auf St. Paulis Trainingsgelände

Die Mannschaft nutzt weiterhin das Containerdorf und muss sich darauf einstellen, dass es bis weit ins nächste Jahr hinein so bleibt.

Foto: WITTERS/Witters Sport Presse Fotos
Lässt sich die Laune trotz Verzögerungen beim Bau nicht verderben: St. Paulis Fabian Boll beim Training an der Kollaustraße (Archiv)
Lässt sich die Laune trotz Verzögerungen beim Bau nicht verderben: St. Paulis Fabian Boll beim Training an der Kollaustraße (Archiv)

Hamburg. Der Vorgang ist nicht ungewöhnlich, aber er kostet Zeit. Zeit, in der die Bauarbeiten am Funktionsgebäude auf dem Trainingsgelände des FC St. Pauli nicht vorangehen. Die Mannschaft von Trainer André Schubert nutzt weiterhin das Containerdorf auf dem Parkplatz, in dem Umkleiden, Duschen, Kraft- und Behandlungsräume untergebracht sind - und muss sich darauf einstellen, dass es bis weit ins nächste Jahr hinein so bleibt.

Das alte Gebäude ist seit letzter Woche abgetragen, übrig geblieben ist nur noch die Bodenplatte - und darunter: Schlacke. Was sich nach einfachem Bauschutt anhört, könnte dafür sorgen, dass sich die Bauarbeiten ein paar Tage, unter Umständen aber auch einige Wochen verzögern. Denn nach dem Bundesbodenschutzgesetz muss die Schlacke auf nicht zulässige Schwermetall-Belastungen geprüft werden. Allein das dauert schon eine Woche. Ein Bodengutachter hat bereits Proben entnommen, die Ergebnisse werden Mitte der Woche erwartet. Sollte die Schlacke mit giftigen Stoffen durchsetzt sein, müsste der Verein die vorgeschriebene Entsorgung der Schlacke veranlassen, eine geeignete Deponie suchen, Angebote einholen, abtransportieren. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Wie viel, das ist abhängig vom Belastungsgrad. Erst nach der vorschriftlichen Entsorgung kann der Bau starten.

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"Wir müssen ein paar Tage abwarten", sagt Bauleiter Wolfgang Helbing, der auch für die Gegengerade am Millerntorstadion mitverantwortlich ist. Sein Ziel ist es, bis zum Wintereinbruch den Rohbau mit Fenstern und Dach fertig zu haben, damit gewährleistet ist, dass über den Winter drinnen weitergearbeitet werden kann. Was die komplette Fertigstellung des zweistöckigen Gebäudes angeht, plant Helbing zurückhaltend. "Im Mai nächsten Jahres müsste es fertig sein", sagt er. Nach ersten Verzögerungen vor Abrissbeginn entspricht das dem geplanten Zeitrahmen von knapp einem Jahr. Die Grundsteinlegung ist für nächste oder übernächste Woche geplant - je nachdem was bei der Prüfung der Schlacke herauskommt.

(bhe.)
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