FC St. Pauli Rückkehrer Boll will "nicht so genau auf Tabelle schauen"

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Der FC St. Pauli empfängt am Sonntag den MSV Duisburg. Kapitän Fabian Boll kehrt nach auskurierter Verletzung zurück.

Hamburg. Beim FC St. Pauli kündigt sich das Comeback des Kapitäns an. Rechtzeitig zum Heimspiel in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den MSV Duisburg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf abendblatt.de) hat der 33-jährige Fabian Boll seine Oberschenkelprobleme überwunden. "Es ist noch nicht sicher, sieht aber gut aus. Die Schmerzen sind weg", sagte der Mittelfeldspieler am Freitag. "Man muss sehen, ob es für 90 Minuten reicht", meinte Trainer Michael Frontzeck.

Auch bei Florian Kringe, Bolls Partner im defensiven Mittelfeld, sieht es nach einer Steißbeinprellung recht gut aus. Innenverteidiger Markus Thorandt ist nach der abgesessenen Sperre aufgrund der fünften Gelben Karte wieder spielberechtigt. Damit würden Frontzeck nur die Langzeitverletzten Sören Gonther (Reha nach Kreuzbandriss) und Florian Bruns (Wirbelsäulenprellung) nicht zur Verfügung stehen.

Mit dem vergangenen Spiel bei Hertha BSC Berlin (0:1) hielt sich Frontzeck nicht mehr lange auf. "Der Fokus lag schon am Dienstag auf der Partie gegen den MSV Duisburg, und die wird ja auch schwer genug für uns. Wir müssen mit aller Macht drei Punkte holen", sagte der 48 Jahre alte Trainer, warnte jedoch, sich von dem 16. Tabellenplatz der Gäste täuschen zu lassen. "Sie haben auswärts sieben Punkte geholt."

Nach der Partie gegen Duisburg stehen für St. Pauli in der Hinrunde nur noch zwei Spiele an – und die haben es in sich. Am Mittwoch folgt die Partie beim Tabellenführer Eintracht Braunschweig, am 1. Dezember geht es daheim gegen den Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern. Bis zum Beginn der Winterpause folgen die ersten Spiele der Rückrunde: zu Hause gegen den FC Erzgebirge Aue (9. Dezember), dann beim FC Ingolstadt 04 (15. Dezember). Es ist für die Hamburger nicht einfach, bis zur Winterpause die erhoffte Marke von 22 Punkten zu erreichen. Zurzeit stehen erst 15 Zähler zu Buche - drei mehr, als bei Abstiegskandidat Duisburg.

"Die nächsten Spiele nach Duisburg interessieren mich überhaupt nicht", entgegnete Frontzeck. Boll rät, nicht so genau auf die Tabelle zu schauen: "Sonst macht uns das nervös." Er räumt allerdings ein, dass das Restprogramm "schon einfacher sein" könnte. Das Millerntor-Stadion wird am Sonntag ausverkauft sein. Am Freitag gab es nur noch rund 100 Restkarten.