Deutsche Fußball Liga FC St. Pauli stimmt dem Sicherheitskonzept nicht zu

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St. Pauli hat dem DFL-Sicherheitskonzept nicht zugestimmt, weil der Verein noch vorher mit den Fan-Gremien diskutieren möchte.

Hamburg. Der FC St. Pauli stimmt dem Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht zu. "Wir wollen erst mit den Fan-Gremien diskutieren, um Anträge an die DFL-Vollversammlung stellen zu können. Das aber ist in der Kürze der Zeit nicht zu realisieren", sagte Teammanager Christian Bönig am Freitag. Die Vollversammlung soll am 12. Dezember stattfinden. Die DFL hatte die Vereine aufgefordert, den Maßnahmenkatalog bis zum 22. November zu bewerten.

Die Haltung der Hamburger ist keine explizite Ablehnung des Konzepts, wird aber als solche interpretiert. Bei einer Abstimmung am 12. Dezember würde der FC St. Pauli den Maßnahmenkatalog ohne vorherige Erörterung in seinen Fan- und Sicherheitsgremien ablehnen. Ob die Haltung des Zweitligisten bei zeitlichem Aufschub anders ausfallen würde, ist allerdings fraglich.

Die Zurückhaltung des Zweitligisten wird in der Öffentlichkeit als Taktik der Vereinsführung ausgelegt. Am Montag steht die Jahreshauptversammlung des Vereins an. Im Vorfeld wurde ein Antrag zur Abwahl von Vizepräsident Gernot Stenger eingebracht, der auch am Sicherheitskonzept mitgearbeitet hat.