DFB-Pokal St. Pauli muss auf Ginczek und Schindler verzichten

Foto: Witters Sport-Presse-Fotos

Heute Abend (19 Uhr) treffen die Hamburger auf den VfB Stuttgart. Trainer Michael Frontzeck muss dabei seinen Top-Torjäger ersetzen.

Hamburg. Die Nachwirkungen der kräftezehrenden Aufholjagd gegen Dynamo Dresden waren beim FC St. Pauli auch gestern noch zu spüren. 3:2-Siegtorschütze Daniel Ginczek, der am Sonntag bis an die Grenzen seiner körperlichen Substanz gegangen war, beendete die Trainingseinheit mit Adduktorenproblemen schon nach dem Aufwärmprogramm und absolvierte eine Regenerationseinheit.

Wenn es heute beim VfB Stuttgart (19 Uhr) um den ersten Achtelfinaleinzug seit der Spielzeit 2005/06 geht, erhält der zuletzt starke Stürmer daher eine Zwangspause. Von Rotation hält Trainer Michael Frontzeck nach eigener Aussage zwar wenig, erklärte aber: "Wir werden nicht zu hohes Risiko gehen, daher schaue ich genau hin, wer 100 Prozent fit ist."

Wieder einsatzbereit meldeten sich gestern Stürmer Mahir Saglik, der Ginczek ersetzen könnte und Patrick Funk, der zuvor mit Oberschenkelproblemen gefehlt hatte. Zum Umbau gezwungen ist Frontzeck im Mittelfeld, wo Kevin Schindler mit einer Fußgelenksverletzung zumindest heute ausfällt. Der 24-Jährige trat die Reise nach Stuttgart aber dennoch mit an, weil der 20-Mann-Kader bereits morgen in der Nähe von München Quartier bezieht. Dort bereitet sich Frontzecks Team anschließend auf die Zweitligapartie gegen 1860 München am Sonnabend vor.

Obwohl St. Paulis Prioritäten derzeit auf dem Liga-Alltag liegen, will Frontzeck von einer "Nebensache Pokal" nichts wissen. "Es wäre ein Hohn, wenn ein Pokalspiel beim VfB störend wäre", sagte der 48-Jährige. Schließlich winken im Falle des Weiterkommens 531 000 Euro - und jede Menge Selbstvertrauen im Abstiegskampf.

So könnte St. Pauli spielen: Tschauner - Kalla, Mohr, Thorandt, Schachten - Boll, Daube - Bruns, Bartels, Gyau - Saglik.