Sicherheitsdebatte HSV-Fanklub distanziert sich vom Ultra-Protest

Foto: WITTERS/Witters Sport-Presse-Fotos

In Leverkusen zündeten einige Anhänger nach 12:12 Minuten Schweigen Pyrotechnik. Fans distanzieren sich von Chosen Few und Poptown.

Leverkusen/Hamburg. Die Entscheidung der HSV-Fans, nach dem von DFL und DFB verabschiedeten Sicherheitspapier erneut zwölf Minuten und zwölf Sekunden zu schweigen, war bereits zwei Tage vor dem Auswärtsspiel in Leverkusen getroffen worden. Doch dass sich einige Anhänger im Anschluss an den lautlosen Protest auch das erneute Abbrennen von Pyrotechnik in der BayArena nicht verkneifen konnten, stieß bei einer Vielzahl von mitgereisten Hamburgern nicht auf Begeisterung. Und obwohl ein Feuerteufel durch die hochmoderne Videoüberwachung in der BayArena schnell dingfest gemacht werden konnte, scheint sich die Fanszene nicht mehr einig über die Art und Weise des Protests zu sein.

Mehrere Fanklubs haben sich nun ausdrücklich vom Vorhaben distanziert, den Protest gegen das Sicherheitspapier in der Rückrunde noch auszuweiten. So hat sich beispielsweise der offizielle Fanklub @nliner in einem offenen Brief an den Vorstand gewandt, um sich auch vom Stimmungsboykot der beiden Ultra-Gruppierungen Chosen Few und Poptown zu distanzieren. Hinter den Kulissen soll derweil Andreas Rettig, ab Januar DFL-Geschäftsführer, das Gespräch mit mehreren Fanvertretern aufgenommen haben.