Wegen Badelj-Transfers Anzeige gegen den HSV an Fifa weitergeleitet

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Weil ein nicht lizenzierter Berater bei der Verpflichtung hinzugezogen worden sein soll, könnte es für die Hamburger ein Nachspiel geben.

Hamburg. Der Transfer des Kroaten Milan Badelj hat möglicherweise ein Nachspiel für den HSV. Wie die "Sport Bild" berichtet, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine von der Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV) erstattete Anzeige an den Weltverband Fifa weitergeleitet. Bei den Gesprächen soll ein nicht lizenzierter Berater hinzugezogen worden sein.

"Laut Artikel 32, Absatz 2 des Fifa-Spielervermittler-Reglements ist bei internationalen Transfers die Fifa zuständig. Wir haben den Vorgang daher der Fifa vorgelegt", bestätigte der für Recht zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

HSV-Sportdirektor Frank Arnesen soll bei den Transferverhandlungen zwei weitere Spielerberater neben dem eigentlichen Badelj-Vertreter hinzugezogen haben, die ebenfalls bezahlt werden mussten. Angeblich in sechsstelliger Höhe. Einer dieser Berater soll keine Lizenz haben. Für Badelj soll der HSV 3,5 Millionen Euro bezahlt haben. "Wir haben noch nichts gehört von der Fifa", sagte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf am Mittwoch.

Nach dem Vorwurf, der Wechsel sei zu teuer gewesen, hatte sich der Aufsichtsrat mit dem Fall beschäftigt. Das Gremium hatte jedoch nach eingehenden Beratungen keinerlei Anhaltspunkte dafür gefunden.