12.06.12

EM 2012

Blitztore erhalten Tschechiens Viertelfinal-Chancen

Die Tschechen gewannen durch zwei schnelle Tore mit 2:1 gegen Griechenland. Gekas' Anschlusstreffer half nichts. Hellenen vor dem Aus.

Foto: REUTERS
Theofanis Gekas (m.) nutzte einen Fehler von Petr Cech (l.) zum Anschlusstreffer
Theofanis Gekas (m.) nutzte einen Fehler von Petr Cech (l.) zum Anschlusstreffer

Griechenland - Tschechien 1:2 (0:2)

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90. Minute: Abpfiff! Tschechien gewinnt mit 2:1 gegen Griechenland und erhält sich die Chance auf das Viertelfinale. Für die Griechen wird es vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Russland dagegen jetzt ganz eng.

90. Minute: Mitroglou mit dem plumpen Versuch, einen Elfmeter zu schinden. Lannoy fällt darauf nicht herein.

90. Minute: Noch eine Minute...

90. Minute: Den Hellenen fehlte es heute in der gesamten Partie an Genauigkeit in der Offensive. Auch in der Schlussphase ändert sich das jetzt natürlich nicht mehr.

90. Minute: Es gibt noch einmal drei Minuten Nachspielzeit.

90. Minute: Die letzte Minute läuft. Tschechien wechselt nochmal. Kolar muss für Rajtoral wieder vom Platz.

89. Minute: Gelingt den Griechen noch irgendwie der Lucky Punch?

87. Minute: Die Griechen mit dem Mut der Verzweiflung schicken lange Bälle in Richtung Theofanis Gekas. Diese Spielweise ist auch nicht von Erfolg gekrönt.

83. Minute: Die tschechische Defensive lässt kaum etwas zu. Die zaghaften Griechen beißen sich die Zähne aus.

81. Minute: Pilar geht auf dem linken Flügel ins Laufduell, wird aber von der Torauslinie gebremst. Immerhin mal wieder ein tschechischer Angriff. Noch zehn Minuten.

79. Minute: Bis auf den Aufreger um Cechs Fehler ist es eine ereignisarme zweite Hälfte, die inzwischen nur noch von der mehr oder weniger künstlich projezierten Spannung lebt.

77. Minute: Die Hereinnahme von Mitroglou bewirkt zumindest, dass in der griechischen Offensive etwas mehr Bewegung ist. Auf der Gegenseite sucht man vergebens nach gelungnen Aktionen von Vaclav Pilar, der in der ersten Halbzeit noch geglänzt hatte.

75. Minute: Eine Viertelstunde bleibt den Griechen noch für den Ausgleich. Der deutet sich allerdings weiter nicht gerade an.

71. Minute: Mitroglou kommt bei Griechenland für den erst 19-jährigen Fortounis.

70. Minute: Von einer griechischen Offensive ist nach Gekas' Anschlusstreffer nichts zu sehen. Die Minuten plätschern vielmehr weiter so dahin.

68. Minute: Pekhart soll nun sein Glück in der Offensive der Tschechen versuchen. Baros blieb bis auf den einen verstolperten Ball direkt nach Wideranpfiff komplett wirkungslos.

64. Minute: Tschechien wechselt erneut aus. Milan Baros hat auch heute seinen Kredit verspielt. Er wird durch den Nürnberger Pekhart ersetzt.

60. Minute: Sorgt der griechische Anschlusstreffer jetzt noch einmal für Spannung? Statt eines Nachsetzen der Hellenen ist die Partie in dieser Phase vor allem durch zahlreiche Nickligkeiten geprägt.

55. Minute: Es ist fast typisch, dass der griechische Treffer unter eifriger Mithilfe des tschechischen Torhüters passierte. Plötzlich ist die Partie wieder offen. Und keiner weiß so recht warum.

53. Minute: Toooooooor für Griechenland! Nach einem Missverständnis in der Defensive patzt Petr Cech. Gekas sagt danke und schiebt zum Anschlusstreffer ein.

50. Minute: Für Griechenland wird diese zweite Halbzeit ein Drahtseilakt. Die anfällige Defensive muss stabilisiert werden, gleichzeitig liegt es an der bislang größtenteils harmlosen Offensive, einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen.

46. Minute: Um ein Haar schon wieder ein Blitzstart der Tschechen. Baros bekommt freistehend vor dem Tor den Ball auf den Fuß, ist davon aber zu überrascht, um reagieren zu können.

46. Minute: Der zweite Durchgang beginnt. Für Tomas Rosicky ist die Partie allerdings bereits beendet. Er blieb in der Kabine und wurde durch Kolar ersetzt. Auch Santos hat erneut gewechselt und Angreifer Gekas für Fotakis gebracht.

45. Minute: Es ist Halbzeit. Nach der turbulenten Anfangsphase nahmen die Tschechen das Tempo aus der Partie. Griechenland hatte Pech, dass Fotakis bei seinem Treffer im Abseits stand.

45. Minute: Die letzte gelungene tschechische Offensivaktion liegt nun auch schon einige Zeit zurück. Sie ruhen sich zunehmend auf der Führung aus.

41. Minute: Erster Schuss der Griechen - und gleich ist der Ball im Tor. Der Treffer zählt aber nicht, weil Fotakis bei seinem Kopfball im Abseits stand. Bitter.

40. Minute: Null Torschüsse, null Ecken, weniger Ballbesitz. Die Statistiker haben Parameter der griechischen Unterlegenheit errechnet.

38. Minute: Die griechische Offensivabteilung liefert bislang eine Bankrotterklärung ab. Das kommt einem irgendwie bekannt vor...

36. Minute: Wo ist eigentlich Milan Baros? Bei aller neugewonnenen Euphorie der Tschechen: Die einzige nominelle Spitze hängt auch heute bislang vollkommen in der Luft.

32. Minute: Limbersky holt die nächste Ecke für die Osteuropäer heraus. Die Tschechen sind weiterhin klar das aktivere und gefährlichere Team. Das Warten auf eine ernsthafte griechische Reaktion, also quasi eine Torchance, geht weiter. Immerhin die Eckball-Situation können sie entschärfen.

31. Minute: Tschechien versucht sich im Kurzpassspiel. Das ist brotlose Kunst. Sie können es sich aber - Stand jetzt - erlauben.

29. Minute: Rosicky schießt den griechischen Ersatztorhüter warm. Sifikas kann den Distanzschuss auf Kosten einer Ecke entschärfen. Rosicky trabt zum Eckpunkt und bringt den Ball in die Mitte, wo Samaras klären kann.

28. Minute: Die Partie wird ein wenig ruppiger. Die Griechen versuchen offenbar, über den Kampf und körperliche Härte in dieses Spiel zu finden.

26. Minute: Tomas Rosicki zieht gegen Karagounis voll durch und trift den griechischen Kapitän mit dem Fuß im Gesicht. Lannoy zieht vollkommen zurecht die gelbe Karte.

24. Minute: Für die Hellenen kommt es bislang knüppeldick. Erst der frühe, deutliche Rückstand, jetzt der nächste Ausfall. Trainer Fernando Santos wird bei der Kaderplanung immer mehr zum Klempner.

22. Minute: Griechenland muss früh wechseln. Torhüter Chalkias verlässt den Platz mit Knieproblemen, sein Stellvertreter Sifakis ersetzt ihn.

19. Minute: Der umtriebige Pilar zieht von der linken Strafraumkante ab, zielt knapp neben das Tor. Die Osteuropäer sind dem dritten Treffer deutlich näher als Santos' Griechen.

18. Minute: Tschechien lässt den Gegner kommen und verlegt sich mit dem 2:0 im Rücken auf Konter. Defensiv wirken sie sehr gestärkt, wurden allerdings auch noch nicht wirklich gefordert. Das war gegen Russland ganz anders.

16. Minute: Torosidis verhindert eine Pilar-Flanke. Es gibt Ecke. Das ist eine Sache für den Londoner Tomas Rosicky. Chalkias pflückt die Hereingabe problemlos herunter. Endlich darf er den Ball auch mal festhalten...

15. Minute: Offensiv ging bei den Griechen noch gar nichts. Zu tief sitzt der Schock des katastrophalen Starts. Ganz langsam tasten sie sich nun mal in die gegnerische Hälfte - (noch) aber völlig ineffektiv.

13. Minute: Nach dem furiosen Auftakt haben sich die Gemüter nun ein wenig beruhigt. Die Tschechen kontrollieren das Spiel, Griechenland findet langsam (endlich) zu seiner Ordnung. Das wird auch höchste Zeit.

9. Minute: Griechenland kommt hier in den ersten Minuten gehörig unter die Räder. Die Hellenen bekommen überhaupt kein Bein an die Erde.

6. Minute: Toooooooooor! Traumstart für die Tschechen! Einen Pass von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr stolpert Pilar ins Tor.

5. Minute: Schon nach wenigen Minuten nutzen die Tschechen die Krux einer komplett neu formierten griechischen Verteidigung zum Führungstreffer.

3. Minute: Tooooooooooooor für Tschechien! Das ging fix! Nicht einmal drei Minuten dauert es, da verbessert sich die Situation der Tschechen enorm. Der Wolfsburger Jiracek vollendet ein feines Zuspiel seines Kollegen. Das 1:0.

1. Minute: Schiedsrichter Stéphane Lannoy pfeift die Partie an. Ja richtig. Der Stéphane Lannoy, der am vergangenen Sonnabend schon Deutschland zum Auftaktsieg pfiff.


+++ Felix Magath: Mein Titelfavorit ist Frankreich +++


Vor dem Spiel: Für Tschechien könnte die EM schneller vorbei sein, als es ein jeder erwartet hätte. Bei einer etwaigen Niederlage heute Abend gegen Griechenland könnte ein gleichzeitiges Remis zwischen Polen und Russland schon das Aus für das Team um Ex-Borussia-Dortmund-Star Tomas Rosicky bedeuten. Mit diesem Szenario wollen sich die Tschechen aber (noch) nicht befassen. "Es ist keine gute Ausgangssituation. Aber wir haben die Chance, noch einmal neu anzufangen. Das werden wir auch tun", gab sich etwa Rosicky betont kämpferisch.

Damit legte er eine grundlegend andere Einstellung an den Tag als er und seine Kollegen zum Auftakt gegen Russland noch gezeigt hatten. Das blutleere Auftreten der Tschechen beim schmerzhaften 1:4 hatte Fans und Funktionäre gleichermaßen schockiert.

Auch die Griechen dürfen nicht den Fehler machen, sich in falscher Sicherheit zu wiegen. Denn: Das 1:1 zum Auftakt gegen Polen war zwar ein ordentlicher Start. Kämen aber heute Abend gegen Tschechien keine weiteren Zähler dazu, würde dem Europameister von 2004 im letzten Spiel ausgerechnet gegen die starken Russen ebenfalls das Aus drohen.

Die Vergangenheit spielt bei der aktuellen Partie ohnehin noch latent ins Unterbewusstsein der Akteure mit ein. 2004 stoppten die Griechen auf dem Weg zum Titel in der Verlängerung des Halbfinales mit viel Glück glänzend aufgelegte Tschechen. Der Stachel sitzt noch immer tief, auch wenn die Beteiligten diese Schmach demonstrativ aus den eigenen Gedankengängen zu verdrängen suchten. "Das ist keine Wiederholung von damals. Die Mannschaft hat sich sehr verändert, ich vergleiche nicht", sagte Rosicky, fing dann aber doch an zu schwärmen. "Wir hatten eine tolle Mannschaft damals, wir hatten alles, was man brauchte, um zu gewinnen. Das ist Fußball. Manchmal verliert man dann trotzdem", sagte Rosicky. Das werde jetzt aber keine Rache, sagte der Mittelfeldspieler vom FC Arsenal. "Es ist ein neues Spiel. Die Griechen werden versuchen es zu machen wie die Russen, nachdem sie das Spiel gesehen haben."

Griechenlands Trainer Fernando Santos muss seine Startelf gegenüber dem Auftakt Umbauen. Der Bremer Sokratis fehlt gelb-rot-gesperrt, für Avraam Papadopoulos ist die EM mit einem Kreuzbandriss vorbei. Sie werden durch den Schalker Kyriakos Papadopoulos und Konstantinos Katsouranis in der Abwehrzentrale vertreten.


+++ Der Spielplan - Alle Termine der Fußball-EM 2012 +++


Die Aufstellungen

Griechenland: 1 Chalkias (22. Sifakis) – 15 Torosidis, 5 K. Papadopoulos, 21 Katsouranis, 20 Holebas – 16 Fotakis (46. Gekas), 2 Maniatis, 10 G. Karagounis - 14 Salpingidis, 22 Fortounis (71. Mitroglou) – 7 Samaras

Tschechien: 1 P. Cech – 2 Gebre Selassie, 6 Sivok, 3 M. Kadlec, 8 Limbersky – 17 Hübschman, 13 Plasil – 19 Jiracek, 10 Rosicky (46. Kolar, 90. Rajtoral), 14 Pilar – 15 Baros (64. Pekhart)

Schiedsrichter: Stéphane Lannoy (Frankreich)

Tore: 0:1 Jiracek (3.), 0:2 Pilar (6.), 1:2 Gekas (53.)



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