BVB-Sanierung abgeschlossen
Mit dem Abschluss der Sanierung hat der börsennotierte Bundesligist Borussia Dortmund die Weichen auf eine rosigere Zukunft gestellt.
Dortmund - Mit dem Abschluss der Sanierung und einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung hat der börsennotierte Bundesligist Borussia Dortmund die Weichen auf eine rosigere Zukunft gestellt.
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verkündete den Aktionären in der Westfalenhalle 2 einen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr per Stichtag 30. Juni von lediglich 3,9 Millionen Euro (Vorjahr minus 78,7Millionen).
Zudem stellte er für das kommende Jahr ein Plus von 9 bis 10 Millionen Euro in Aussicht.
Wende nach 20 Monaten
Die Wende konnte der BVB rund 20 Monate nach dem drohenden finanziellen Kollaps primär durch den Rückkauf der Stadionanteile, die Umstuktuierung der Gesamtschulden und den Abschluss lukrativer Sponsorenverträge einleiten.
"Wir haben einige deutliche Schritte vollzogen und schreiben seit dem 1. Juli sogar wieder schwarze Zahlen", erklärte Watzke der im Vergleich zu den Vorjahren entspannten Aktionärsversammlung.
Zudem habe man wieder in die Mannschaft investieren können.
Keine Abenteuer mehr
Doch Abenteuer, die in ein finanzielles Desaster führen könnten, werden nicht mehr stattfinden", erklärte Watzke, der viel Lob für seine Sanierungsarbeit erhielt.
Darüber hinaus plädierte er für eine Gehaltsobergrenze. "Es soll nur noch ein bestimmter Prozentsatz des Jahresumsatzes für Personalkosten eingesetzt werden können. Man muss klare Regeln setzen", forderte Watzke.
Man solle in die Mannschaft investieren, aber nur das, was man auch vorher verdient habe, ergänzte der 47-Jährige mit dem Hinweis auf die Investitionen des milliardenschweren Besitzers Roman Abramowitsch in den FC Chelsea.
"Mannschaft in der Pflicht"
Gleichzeitig nahm Watzke mit deutlichen Worten Trainer und Mannschaft, die zwischen zwei Trainingseinheiten der Versammlung beiwohnten und mit Beifall begrüßt wurden, in die Pflicht.
"Wir haben in den vergangenen Monaten viel Geduld gezeigt. Doch nun sind Mannschaft und sportliche Leitung in der Pflicht. Am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg müssen drei Punkte her", appellierte Watzke mit Blick auf die Heimbilanz mit nur einem Sieg in acht Spielen.
Immerhin habe die zu Saisonbeginn verstärkte Mannschaft das Potenzial für einen Uefa-Cup-Platz. Der Sprung ins internationale Geschäft soll helfen, die Entschuldung in der kommenden Saison zu forcieren.
Uefa-Cup-Einzug würde fünf Millionen Euro bringen
Das Erreichen der Gruppenphase würde laut Geschäftsbericht zusätzlich mindestens rund fünf Millionen Euro in die Kasse spülen, ein Sprung in die Champions League mindestens zehn Millionen. Zudem würde es die Stimmung unter den Aktionären und Fans weiterhin verbessern.
Eine Dividende dürfen die Besitzer eines BVB-Wertpapiers dennoch vorerst nicht erwarten.
Aktie von elf auf 2,20 Euro gefallen
Die BVB-Aktie war beim Börsengang im Oktober 2000 mit einem Kurs von 11 Euro gestartet, derzeit wird das Papier mit rund 2,20 Euro gehandelt.
Im Sommer notierte die Aktie mit einem Wert von 2,62 Euro ein Jahreshoch. Der bisher niedrigste Kurs wurde Anfang 2005 mit 1,85 Euro beim Tiefpunkt der Finanzkrise registriert.






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