Nach dem 0:0 gegen Larnaka
Huntelaar erlitt Nasenbeinbruch - Einsatz mit Maske möglich
Die Null stand bei Schalke wieder, in der Euro League gegen Larnaka jedoch auf beiden Seiten. Die Verletzung von Huntelaar wiegt schwer.
Schwaches Spiel, und dann auch noch ein Verletzter: Schalkes Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar musste beim 0:0 der Gelsenkirchener in der Europa League gegen AEK Larnaka aus Zypern kurz vor Schluss mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden
Foto: REUTERS
Gelsenkirchen. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hat beim 0:0 von Schalke 04 in der Fußball-Europa-League gegen AEK Larnaka am Donnerstagabend einen Nasenbeinbruch erlitten. Das bestätigte der Klub am Freitag. Erste Befürchtungen, der Niederländer könnte sich auch einen Jochbeinbruch zugezogen haben, bestätigten sich bei der ersten Behandlung im Recklinghäuser Knappschafts-Krankenhaus in der Nacht zum Freitag nicht.
Ob Huntelaar am Sonntag im Punktspiel bei Hannover 96 (15.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) auflaufen kann, ist fraglich. Der 28-Jährige bekam am Freitag eine Maske angepasst, die ihn bei einem möglichen Einsatz schützen könnte.
Huntelaar, der in 19 Pflichtspielen in dieser Saison 21-mal getroffen hat, hatte sich die Verletzung bei einem Zusammenprall mit seinem Teamkollegen Joel Matip in der 81. Minute zugezogen. Da Trainer Huub Stevens schon dreimal ausgewechselt hatte, musste Schalke die Partie mit nur zehn Spielern beenden.
Schalke enttäuscht beim 0:0
Huub Stevens gestikulierte wütend am Spielfeldrand, die Zuschauer auf den Tribünen pfiffen, aber die Mannschaft des FC Schalke 04 ließ sich nicht aus ihrem aktiven Schlummerschlaf reißen. Zwei Wochen nach dem Europapokal-Auswärtsrekordsieg boten die Gelsenkirchener beim 0:0 gegen AEK Larnaka eine blamable Leistung. 52.077 Zuschauer sorgten für einen tollen Rahmen bei der Gruppenbegegnung gegen das Team aus Zypern und erwarteten nach dem 5:0 im Hinspiel wieder ein Torfestival. Während es im Hinspiel schon zur Pause 3:0 stand, schaffte es der Bundesligist im vierten Gruppenspiel über 90 Minuten nicht, einen Treffer gegen die harmlosen Mittelmeer-Kicker zu machen.
"Das ist natürlich ein enttäuschendes Ergebnis. Wenn der Torwart der beste Mann auf dem Platz war, dann sagt das alles über unser Spiel aus“, erklärte Schalkes Trainer Stevens. "Uns hat das Quäntchen Extra gefehlt.“ Torwart Lars Unnerstall sagte: "Ich hatte heute mehr zu tun, als ich vor der Partie erwartet hatte. Wir sind einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen. So dürfen wir nicht spielen.“
Die Königsblauen verpassten vor den abschließenden Spielen in Haifa und gegen Bukarest zu Hause einen weiteren Schritt für die Teilnahme an der Zwischenrunde, die im Februar ausgetragen wird. Immerhin verschlechterten sich die Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde durch den völlig enttäuschenden Auftritt nicht.
Kein Schwung ohne Höwedes, Holtby, Jones, Raul und Farfan
Stevens hatte zwar am Tag vor dem Spiel erklärt, er verzichte am liebsten auf die personelle Rotation, doch dann wechselte der Niederländer nach dem 3:1 in der Bundesliga am Samstag gegen Hoffenheim kräftig durch. Er schonte die Stammkräfte Benedikt Höwedes, Jermaine Jones, Lewis Holtby, Jefferson Farfan und Raul. Dafür erhielten Atsuto Uchida, Marco Höger, Juan Manuel Jurado, Jan Moravek und Ciprian Marica eine Einsatzchance von Anfang an.
Die neu zusammengestellte Elf schaffte es nicht, gegen den harmlosen Gegner eine Dominanz herzustellen. Dieses verstärkte Schalker B-Team war allerdings durchaus namhaft besetzt. Dennoch war Larnaka in der ersten Halbzeit mit einer durchschnittlichen Leistung ein ebenbürtiger Kontrahent, obwohl bei AEK mehrere Stammspieler verletzungsbedingt fehlten. Nur drei Torschüsse produzierten die Knappen in der ersten Hälfte, durch Julian Draxler, Klaas Jan Huntelaar und Joel Matip. In der Mannschaft, die unkonzentriert wirkte, war Torwart Unnerstall der Zuverlässigste.
Hildebrand als Zuschauer auf der Tribüne
Einen Schuss von Njongo Priso nach einer Eckballserie von Larnaka aus halbrechter Position wehrte der 21-Jährige souverän ab. Danach nahm er Sunny Kingsley in einer gefährlichen Situation den Ball vom Fuß. Timo Hildebrand, der vor zwei Wochen von den Schalkern verpflichtet wurde, erlebte dies als Zuschauer von der Tribüne aus. Der Ex-Nationaltorwart ist nur Torwart Nummer drei unter Stevens, hinter Unnerstall und Mathias Schober.
Auch in der zweiten Halbzeit war Unnerstall der Rückhalt für seine schwachen Vorderleute, als er gegen Priso rettete. Die beste Tormöglichkeit hatte Holtby, der freistehend an AEK-Torwart Marco Fortin scheiterte (65.). Der Mittelfeldspieler war wenige Minuten zuvor zusammen mit Farfan für die völlig enttäuschenden Marica und Jurado eingewechselt worden.
Huntelaar, der als Höwedes-Ersatz das Kapitänsamt übernommen hatte, blieb wie die anderen Feldspieler blass und konnte sein ausgezeichnetes Torkonto von bisher 21 Treffern in den Pflichtspielen dieser Saison nicht weiter aufstocken. In der 82. Minute schied der Niederländer nach einem Zusammenstoß mit Mitspieler Joel Matip, schwer aus der Nase blutend, dann aus.
Die Statistik
FC Schalke 04: Unnerstall – Uchida (77. Baumjohann), K. Papadopoulos, J. Matip, C. Fuchs – Höger – Draxler, Moravek, Jurado (58. Holtby) – Marica (59. Farfán) – Huntelaar
AEK Larnaka: Fortin – Demetriou, Dimech, van Dijk, de Cler - Linssen, Gomez – Priso, G. Garcia, Kingsley (89. Prodromou) - Mrdakovic (90.+2 Mitidis)
Schiedsrichter: Hannes Kaasik (Estland)
Zuschauer: 52.077
Tore: Keine
Gelbe Karten: Keine – Mrdakovic, Prodromou








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