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Fußball

Europa League im Liveticker

6:1! Nach Huntelaars Viererpack darf auch Draxler mal ran

Schalke wäre momentan weiter. Nach 25 Minuten stand es schon 2:1, in Hälfte zwei erhöhten Huntelaar (2), Papadopoulos und Draxler.

Matchwinner gegen Helsinki: Schalkes Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer traf gegen die Finnen ein-...
Foto: dpa

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Gelsenkirchen. Heute gilt es für Schalke: Vor heimischer Kulisse müssen die "Versager von Helsinki" die 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel der letzten Qualifikationsrunde zur Europa League wettmachen. Bei der Korrektur helfen sollen die in Finnland schmerzlich vermissten Offensivstars Jefferson Farfan und Raúl.

Keine Woche ist es her, da drohte das Schalker Pulverfass zu explodieren. Schlechte Leistung, miese Stimmung. Trainer Ralf Rangnick hatte alle Mühe, die Unruhe rund um sein Team nach dem desolaten Auftritt in Finnland in den Griff zu bekommen.

Inzwischen, quasi nur eine starke Halbzeit später, scheint die Welt auf Schalke wieder in Ordnung, vor dem Rückspiel am Donnerstag in der Gelsenkirchener Veltins-Arena gegen Helsinki demonstrieren die Verantwortlichen Zuversicht. „Wir sind in der Lage, innerhalb von 40 Minuten vier Tore zu erzielen. Das haben wir in der Bundesliga bewiesen. Wieso sollte uns das in der Europa League nicht gelingen?“, sagte Rangnick am Mittwoch, warnte aber: „Wir dürfen uns nicht so dämlich anstellen wie im Hinspiel.“

Manager Horst Heldt ergänzte: „Wenn wir an die Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Köln oder in Mainz anknüpfen, dann bin ich vom Weiterkommen überzeugt.“

Der 53-jährige Rangnick setzt am Donnerstag auf sein neues „magisches“ Dreieck in der Offensive. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, Spielmacher Raul und der nach einem Muskelfaserriss wiedergenesene Jefferson Farfan schüren die Hoffnungen auf eine Wende.

Vor allem dem Peruaner Farfan, der nach knapp zwei Monaten sein Comeback feierte, war es zu verdanken, dass Schalke das Spiel in Mainz noch drehte. Farfan (26) wurde nach der Pause beim Stand von 0:2 eingewechselt, wirbelte los - und am Ende gewann Schalke 4:2. Auch deshalb will man Farfan halten. „Wir wollen mit ihm verlängern und haben ihm gute Argumente geliefert. Ich weiß auch, dass er sich bei uns wohlfühlt, aber viele Vereine baggern an ihm“, sagte Heldt.

Auch die Rückkehr von Raúl scheint das Team zu beflügeln. Nachdem der spanische Superstar im Hinspiel gegen Helsinki von Rangnick nicht berücksichtigt worden war, stand er gegen Mainz 90 Minuten auf dem Platz, bereitete zwei Treffer vor und gehörte zu den Besten.

Zum neuen Schalker Burgfrieden trägt auch die Versöhnung des spanischen Superstars mit seinem Trainer bei. Die wilden Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang Raúls wurden unter der Woche durch einen Friedensgipfel beendet.

„Wir sind so verblieben, dass wir uns zukünftig regelmäßig austauschen - ob es was zu bereden gibt oder nicht“, sagte Rangnick. Außerdem vereinbarten die beiden Streithähne eine spezielle Raul-Rotation. „Wir haben auch darüber geredet, dass wir ihn möglicherweise bei dem einen oder anderen Spiel rausnehmen. Es wird vorkommen, dass Raúl mal auf der Bank oder Tribüne sitzt, um ihn zu schonen“, berichtete der S04-Coach der Sport Bild. Am Donnerstag wird Rangnick allerdings kaum auf seinen Routinier verzichten.

Gegen den finnischen Tabellenführer kommt es nicht nur auf eine funktionierende Offensive an. Helsinki schoss sich am vergangenen Wochenende mit einem 5:0-Erfolg in der Liga für Schalke warm. Verteidiger Benedikt Höwedes lässt das kalt. „Wir haben genügend Qualität in unseren Reihen, um das 0:2 aus dem Hinspiel noch zu drehen“, sagt der Schalke-Kapitän selbstbewusst. „Klar ist aber auch, dass wir kein Gegentor zulassen dürfen, denn sonst wird es noch schwieriger.“


Statistik:


Schalke: Fährmann - Höger, Matip, Höwedes, Fuchs - Matip - Farfan, Holtby, Draxler - Huntelaar, Raúl. - Trainer: Rangnick

Helsinki: Wallen - Rafinha, Lindström, Kansikas, Riihilahti - Ring, Lathi - Sorsa, Sadik, Bah - Pukki. - Trainer: Muurinen

Schiedsrichter: Leontios Trattou (Zypern)

Zuschauer: 50.000

Tore: 1:0 Huntelaar (15., Foulelfmeter), 1:1 Pukki (20.), 2:1 Huntelaar (25.), 3:1 Huntelaar (49./Foulelfmeter), 4:1 Papadopoulos (56.), 5:1 Huntelaar (63.), 6:1 Draxler (82.)

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(sid)

 

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